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Bald Tempo 30 vor der Grundschule

Eltern und Bischofswerdaer Stadträte haben lange für diese Regelung gekämpft. Auch vor anderen Schulen soll es sicherer werden.

© Steffen Unger

Von Ingolf Reinsch

Bischofswerda. Es ist beschlossen: Das Tempo 30-Schild an der Ernst-Thälmann-Straße in Bischofswerda kommt an seine alte Stelle zurück – vor und nicht hinter der Grundschule. Schon in den nächsten Tagen ist damit zu rechnen, dass es aufgestellt wird. Die verkehrsrechtliche Anordnung zur Umsetzung ist dem Bauhof zugegangen, teilte die Stadtverwaltung in dieser Woche auf SZ-Anfrage mit. Entsprechende Markierungen zu den Standorten der Schilder wurden vor Ort bereits vorgenommen. Die Umsetzung der Maßnahme ist aufgrund der noch andauernden Witterung nicht machbar gewesen, da die Hülsen für die Schilder neu gesetzt werden müssen, informierte die Stadtverwaltung weiter. Für deren Fundamente sind Betonarbeiten erforderlich, für die frostfreies Wetter Voraussetzung ist.

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Die Stadtverwaltung folgt damit der Empfehlung einer Verkehrsschau, die am 12. Dezember 2017 vor dieser und weiteren Bischofswerdaer Schulen stattgefunden hat. Demnach passieren Autofahrer aus Richtung Putzkauer Straße künftig erst das Zonenschild Tempo 30 und anschließend das Warnschild „Achtung, Kinder!“. Es mahnt Kraftfahrer, besonders vorsichtig zu sein, gegebenenfalls auch deutlich langsamer zu fahren als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Eltern von Grundschülern sowie Stadträte der Fraktionen Die Linke, SPD und Bürger für Bischofswerda hatten sich für das Tempolimit eingesetzt. Auf der jüngsten Stadtratssitzung Ende Februar mahnte Aniko Heinze, Vorsitzende der SPD-Fraktion, eine rasche Umsetzung der Mitte Dezember getroffenen Regelung an.

Bei der Verkehrsschau im Dezember nahmen Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Vertreter der Polizei Straßen im Stadtgebiet und den Ortsteilen unter die Lupe, an denen sich Schulen befinden. Empfehlungen, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h herabzusetzen, gibt es für alle Einrichtungen, sagte die zuständige Amtsleiterin Sybille Müller nach der Überprüfung im Dezember auf Anfrage der SZ. Trotzdem werde man nicht pauschal, sondern im Einzelfall entscheiden. „Jede Situation und jede örtliche Gegebenheit ist als Einzelfall zu sehen und kann keinesfalls gleich betrachtet werden“, erklärte Sybille Müller.

Außer Tempo 30 prüft die Stadt auch andere Möglichkeiten. So soll nach SZ-Informationen das Bauamt beauftragt werden, vor der Grundschule Süd über Querungshilfen nachzudenken bzw. andere Lösungen zu finden. Mit Ausnahme der Schulen an der Kirchstraße darf bislang vor allen anderen Schulen in Bischofswerda und Goldbach Tempo 50 gefahren werden.