merken

Balkone für die alte Seifenfabrik

Die Arbeiten an der Fassade sind fast beendet. Jetzt geht es im Haus weiter.

© Andreas Weihs

Von Tobias Winzer

Freital. Beim Umbau der alten Seifenfabrik an der Ecke Dresdner Straße/Richard-Wagner-Straße geht es voran. Per Kran wurden in der vergangenen Woche die Balkone zur Dresdner Straße hin installiert. Damit sind die Bauarbeiten an der Fassade so gut wie abgeschlossen. Jetzt werden die insgesamt 45 Wohnungen weiter ausgebaut. Ende März sollen die ersten Mieter einziehen.

Sachsenbessermachen.de
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.

Hinsehen, Zuhören, Lösungen finden - gemeinsam. Sachsen besser machen!

Eigentümer des Hauses ist Milan Vorhand. Der Großinvestor hat in Freital bereits Immobilien wie den Goldenen Löwen, das Storchenbrunnen-Quartier, den Glasmaschinenbau und das Ex-NKD-Kaufhaus saniert. In die Seifenfabrik steckt er rund 2,5 Millionen Euro.

Geplant sind Wohnungen mit Größen zwischen 32 und 95 Quadratmetern. Die kleineren Wohnungen, die 50 Prozent des Gesamtbestands ausmachen, sollen vor allem an Studenten aus dem nahen Dresden vermietet werden. Einen Fahrstuhl soll es künftig auch geben. In der ersten Etage sind barrierefreie Wohnungen geplant. Nach dem Ende der Bauarbeiten soll der Innenhof gestaltet werden. Da die umliegenden Wohn-, Büro- und Geschäftshäuser im Karree auch Vorhand gehören, ist das problemlos machbar. Parkplätze, Grünflächen, ein Spielplatz und Fahrradabstellmöglichkeiten sind geplant.

Die Rumbo-Seifenwerke waren einst ein bekanntes Unternehmen in der Region. Der aus Niederhäslich stammende Albert Rumberg begann 1910 hier auf dem Gelände der ehemaligen Ofenfabrik mit der Produktion von Seifenpulver. In den Zwanzigerjahren kamen Toilettenseife, Parfüm und Kerzen zur Produktpalette dazu. Das Haus wurde dafür auf zwei Seiten erweitert. Nach dem Krieg wurde der Betrieb enteignet, 1952 Volkseigentum und in den Jahren 1961 und 1962 zum „Haus der Dienste“. Rumberg, übrigens ein entfernter Verwandter des jetzigen Oberbürgermeisters, verließ die Stadt.