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Bandenmitglied angeklagt

Eine Frau aus Zschaitz-Ottewig wurde leichtfertiger Geldwäsche vorgeworfen. Vor Gericht fehlte sie. Trotzdem gab es ein Urteil.

© Symbolbild/André Braun

Von Helene Krause

Döbeln. Vor leerer Anklagebank verkündet Richterin Marion Zöllner das Urteil. Die angeklagte 41-jährige aus Zschaitz-Ottewig ist nicht zur Verhandlung gekommen.

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Im März 2013 fand sich eine Tätergruppe zu Betrugstaten zusammen. Unter verschiedenen Personalien eröffneten die Verbrecher bei mehreren Banken Konten. Zu der Gruppe gehörte auch die 41-jährige Angeklagte aus Zschaitz-Ottewig. Die Gauner bestellten bei verschiedenen Unternehmen Waren.

Sie sollte die Warensendungen aus den Betrugshandlungen entgegennehmen und weiterleiten. Damit die Gegenstände von den Versanddiensten auch bei ihr abgeliefert werden, schrieb sie verschiedene Namen an ihren Briefkasten. Eine Lieferung mit drei Jacken im Wert von 2500 Euro wurde ihr zugesandt. Diese gab sie an die Täter weiter. Als die Sache aufflog, erhielt die Frau einen Strafbefehl. Vorgeworfen wurde ihr leichtfertige Geldwäsche.

Sie sollte für die Tat eine Geldbuße in Höhe von 1800 Euro zahlen. Gegen den Strafbefehl ging sie in Einspruch. Der Fall landete vorm Amtsgericht Döbeln. Weil sie nicht zur Verhandlung gekommen ist, verkündet Richterin Zöllner das Urteil ohne sie. Sie setzt den Einspruch gegen den Strafbefehl außer Kraft und den Strafbefehl wieder ein. Damit muss die Beschuldigte die 1800 Euro Geldbuße zahlen.