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Bangen um die Busmannkapelle

Eigentlich sollte die Gedenkstätte Busmannkapelle am Postplatz in Dresden längst eine schützende Glashaut haben. Das Wetter hat dies aber bisher nicht zugelassen. Und es gibt noch weitere Probleme.

© Sven Ellger

Eigentlich sollte die Gedenkstätte Busmannkapelle am Postplatz längst eine schützende Glashaut haben. Noch hat das Wetter dies aber nicht zugelassen. Nun gibt es weitere Sorgen, denn das dringend benötigte Geld von der Stadt droht wegzufallen. „Die Sophienkirche wird zum zweiten Mal zum Opfer von Sozialisten“, erklärt FDP-Stadtrat Jens Genschmar zur Entscheidung des Liegenschaftsausschusses, einen Zuschuss für den Bau über 200 000 Euro vorerst nicht zu gewähren.

Mit einer Stimme Mehrheit hatten die Mitglieder von Rot-Rot-Grün die Bewilligung vertagt und ihre Entscheidung mit der aktuellen Haushaltssperre begründet. Der Hinweis von Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU), dass die Sperre auf Investitionen für Kulturprojekte nicht zutrifft, zog für sie nicht.

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„Die Blockaden der linksgrünen Mehrheit sind nur politische Spielchen“, sagt Genschmar. „Es kommt der Verdacht auf, dass die Gedenkstätte komplett verhindert werden soll.“ Die Sophienkirche war der letzte gotische Sakralbau Dresdens. Im Februar 1945 wurde sie schwer von Bomben getroffen. Bis 1963 wurden die Türme gesprengt und die Ruine abgetragen. (SZ/lk)