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Bannewitz: Bald geht's ans Einrichten der einstigen Turnhalle

Die Übergabe nach den nächsten Winterferien ist sicher - aber es gibt ein anderes Problem.

Die ehemalige Turnhalle von Grund- und Oberschule in Bannewitz wird zur Mensa umgebaut. Im Obergeschoss entstehen Unterrichtsräume.
Die ehemalige Turnhalle von Grund- und Oberschule in Bannewitz wird zur Mensa umgebaut. Im Obergeschoss entstehen Unterrichtsräume. © Daniel Schäfer

Von der Turnhalle der Ober- und Grundschule in Bannewitz ist nicht mehr viel zu sehen. Sie wird komplett umgebaut. In einigen Monaten werden hier von den Mädchen und Jungen sowie den Lehrern Klassenräume und Speisesaal genutzt. Seit Fertigstellung der benachbarten Dreifeld-Sporthalle vor einem Jahr wird dort auch der Schulsport durchgeführt und die alte Halle nicht mehr benötigt. Nun wird mit dem Umbau mehr Platz für die etwa 600 Schüler und 42 Lehrer geschaffen.

Derzeit laufen die letzten Rohbauarbeiten, ehe es mit dem Innenausbau weitergeht. Dafür hat der Gemeinderat in der vergangenen Woche weitere Bauvergaben beschlossen - unter anderem für Innentüren, Fliesen-, Bodenbelags- und Malerarbeiten.

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Materialkosten sind gestiegen

Bei der Finanzierung hat Bannewitz allerdings das gleiche Problem wie alle Kommunen derzeit bei ihren Bauvorhaben: Die Preise für Material sind auf dem Markt bis um 50 Prozent gestiegen. Besserung ist nicht in Sicht. Damit werden auch die Angebote der Firmen teurer. Unter dem Strich geht Baubereichsleiter Markus Kirchner jetzt von Mehrkosten in Höhe von etwa 260.000 Euro aus, die die Gemeinde durch Umschichtungen im Haushalt decken muss.

Laut Hauptverwaltungsleiter Heiko Wersig könnten dafür auch Fördermittel, die Bannewitz als ländliche Pauschale für 2021 in Höhe von 70.000 Euro vom Freistaat erhält, verwendet werden. Dafür aber sei noch ein Gemeinderatsbeschluss voraussichtlich in der November-Sitzung nötig. Denn anstelle der geplanten 1,7 Millionen Euro, von denen 1,1 Millionen Euro gefördert werden, wird der Umbau der Turnhalle an die zwei Millionen Euro kosten.

André Dittrich von der Klingenberger Firma HSH Werner Oeser bereitet das Anbringen von Schellen für Rohrleitungen an der Decke des neuen Mensa-Gebäudes der Grund- und Oberschule Bannewitz vor.
André Dittrich von der Klingenberger Firma HSH Werner Oeser bereitet das Anbringen von Schellen für Rohrleitungen an der Decke des neuen Mensa-Gebäudes der Grund- und Oberschule Bannewitz vor. © Daniel Schäfer

Mensa wird 140 Plätze bieten

Die Bauzeit allerdings, so Kirchner, werde eingehalten. Nach der Einrichtung der Räume in den ersten Wochen des neuen Jahres, könne das Gebäude nach den Winterferien 2022 genutzt werden: Vier Klassenräume und zwei Vorbereitungszimmer sowie die Sanitäranlage in der ersten Etage und die Mensa mit Küche im Erdgeschoss. Damit würde auch mehr Kapazität für steigende Schülerzahlen geschaffen.

Schon jetzt seien die ersten Möbel da und warten auf den Einbau. Die Küche richtet die Menüpartner GmbH als Pächter für die Mensa ein. Der Speiseraum mit etwa 140 Plätzen soll eine Abtrennung für einen separaten Raum erhalten, kündigt Kirchner an.

Damit hätten Schüler die Möglichkeit, sich dort in Freistunden aufzuhalten. Kirchner geht von etwa 400 Schülern und Lehren aus, die die Mensa, die auch Imbiss- und Snackangebote plant, regelmäßig besuchen werden. Es könnten aber noch mehr versorgt werden, denn die Kapazität sei auf 700 Nutzer ausgelegt. Im Außenbereich werde es weitere Plätze geben, wo im Sommer auch gegessen werden kann, sagt der Baubereichsleiter.

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