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Bannewitz: Musik und Historie in Nöthnitzer Gemäuern

Vor dem Kulturgenuss am Wochenende führt der Schlossherr durch die Räume.

Der Festsaal von Schloss Nöthnitz wird bei Veranstaltungen für Besucher geöffnet. Beim letzten Konzert am 11. September waren Trompeter Toni Fehse und Pianist Jonas Wilfert zu Gast.
Der Festsaal von Schloss Nöthnitz wird bei Veranstaltungen für Besucher geöffnet. Beim letzten Konzert am 11. September waren Trompeter Toni Fehse und Pianist Jonas Wilfert zu Gast. © Förderverein Schloss Nöthnitz

Für Kulturinteressierte öffnet das Schloss Nöthnitz am 26. September wieder seine Türen. "Cembalo rockt Voice" heißt es ab 17 Uhr im Festsaal. Dabei erklingen Barockarien und Rock-Pop-Balladen. Wie Irmela Werner vom Förderverein informiert, werden dazu die Mezzosopranistin Kerstin Doelle sowie Kathrin Elisabeth an Cembalo und Klavier erwartet. Die beiden Künstlerinnen möchten dazu einladen, auf einer Brücke zwischen dem 17. und 21. Jahrhundert zu wandeln, wie sie selbst mitteilen.

Beide musizieren seit 2006 miteinander. Ob in irischen, englischen, italienischen oder tschechischen Schlössern, an vielen Orten und auf Festivals sind sie bisher aufgetreten. Als Trio konzertieren sie auch mit dem Ersten Soloflötisten des Israel Philharmonic Orchestra Professor Yossi Arnheim zusammen.

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Verein setzt sich für regelmäßige Nutzung ein

Bereits 13 Uhr öffnen an diesem Tag die Ausstellungsräume. Eigentümer Jan Horsky aus Prag führt Interessenten eine knappe Stunde durch das Schloss. Um die kulturelle und öffentliche Nutzung der alten Gemäuer in der Gemeinde Bannewitz gemeinsam mit dem Eigentümer wiederzubeleben, hatten sich Bürger aus Bannewitz und Umgebung im März 2019 zum Förderverein zusammengeschlossen. Die Schloss-Geschichte ist mit den Namen Heinrich Graf von Bünau (1697 bis 1762), Johann Michael Francke (1717 bis 1775) sowie Johann Joachim Winckelmann (1717 bis 1768) verbunden.

Das Gebäude beherbergte die mehr als 42.000 Bände umfassende Bibliothek des einstigen Schlossbesitzers von Bünau. Es ist eine der größten und berühmtesten Privatbibliotheken des 18. Jahrhunderts. Mit seinem Bibliothekar Winckelmann, dem Begründer der klassischen Archäologie, arbeitete von Bünau ab 1748 an der sogenannten "Teutschen Kayser- und Reichs-Historie". Hinweise und Tafeln im Schloss geben Auskunft über die Leistungen dieser historischen Persönlichkeiten.

Das Schlossdach ist saniert

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Stück für Stück will Eigentümer Horsky das Schloss sanieren. Mit Fördermitteln aus Denkmalschutzprogrammen des Bundes und des Freistaates Sachsen waren so vergangenes Jahr Haupt- und Turmdach erneuert worden. Derzeit wird ein Wasserschaden behoben, und am Eingangsbereich finden verschiedene Arbeiten statt. Horsky plant zudem eine Erneuerung der Heizungsanlage.

Karten für Konzerte und Führung: www.freunde-schloss-noethnitz.de

Nächste Veranstaltung: 9. Oktober, 17 Uhr, Gitarrenmusik aus aller Welt mit dem Duo Kalkan (Erkin Çavuş und Reentko Dirks), 13 Uhr Führung mit Jan Horsky

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