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Nun ist der Bannewitzer Hengstberg endlich dran

Die Mittel für die marode Straße sind aufgestockt und bewilligt. Baubeginn soll im Januar sein - etwas Skepsis bleibt dennoch.

Von Gabriele Fleischer
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Die Fahrzeugkolonne quält sich über die marode Straße Hengstberg zwischen Bannewitz und Freital.
Die Fahrzeugkolonne quält sich über die marode Straße Hengstberg zwischen Bannewitz und Freital. © Daniel Schäfer

Jetzt gibt es klare Signale für die Instandsetzung einer der wohl marodesten Straßen im Landkreis: Der Hengstberg in Bannewitz soll ab Januar 2022 grundlegend erneuert werden. Das Bauende ist für September nächsten Jahres anvisiert. So jedenfalls hat es die Landkreisverwaltung jetzt auf Nachfrage von Sächsische.de mitgeteilt. Bis Dezember laufen die Ausschreibungs- und Vergabeverfahren.

Damit soll es nun zwei Jahre, nachdem schon einmal Hoffnung keimte, losgehen. Damals waren etwa hundert Bäume gefällt und Unterholz beseitigt worden. Für die Baufreimachung, hieß es. Dafür war die Straße zeitweise voll gesperrt. Dann passierte nichts mehr.

Im Januar soll es mit der Instandsetzung des Hengstberges zwischen Poisental- und Horkenstraße losgehen. Dafür wird sie voll gesperrt.
Im Januar soll es mit der Instandsetzung des Hengstberges zwischen Poisental- und Horkenstraße losgehen. Dafür wird sie voll gesperrt. © SZ Grafik

Trotz des Zustandes nutzen viele Pendler den Hengstberg weiterhin, um Kilometer zu sparen. Sie ist die kürzeste Verbindung zwischen Bannewitz und Freital sowie als Zubringer zur Autobahn A 17.

Löcher und unebene Stellen zwischen dem Kreisverkehr an der Horken- und der Poisentalstraße zu umfahren, geht allerdings schon lange nicht mehr. Nachfragen bei Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) und der zuständigen Landkreisverwaltung blieben lange erfolglos - bis jetzt. Während mancher Pendler noch skeptisch bleibt , spricht Fröse nun von einer guten Botschaft nach Jahren des Wartens.

Gemeinde kommt nur für Beleuchtung auf

Auf der letzten Kreistagssitzung war beschlossen worden, die eigentlich geplanten Eigenmittel in Höhe von 375.000 Euro um 290.000 Euro für die Baumaßnahme aufzustocken. 50 Prozent davon sollen als Fördermittel fließen, so Kreissprecher Thomas Kunz. Dabei geht es vorerst nur um den Abschnitt zwischen Poisental- und Horkenstraße in Bannewitz. Von einem ursprünglich im Anschluss geplanten zweiten Bauabschnitt zur Erneuerung des Kreisverkehrs ist erst einmal nicht die Rede.

Geplant ist laut Landkreisverwaltung eine grundhafte Erneuerung des Hengstberges. Die Fahrbahn wird durchgehend auf 5,50 Meter verbreitert. Bankette werden befestigt und mit Stützwänden die hangseitigen Böschungen gesichert sowie die erforderlichen Entwässerungsanlagen eingebaut. Finanziell ist die Gemeinde Bannewitz lediglich für die Beleuchtung der Strecke verantwortlich.

Die Umleitungsstrecke, so der Plan der Gemeinde, sollte während der Baumaßnahme, für die die Straße voll gesperrt werden muss und von Freital über die Kohlenstraße beziehungsweise über Possendorf geführt werden.