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Barrieren am Rathaus bleiben vorerst

Mit Kinderwagen oder Rollator zur Stadtverwaltung? In Strehla nicht so einfach. Abhilfe soll kommen – aber nicht gleich.

© Archivfoto

Strehla. Besucher, die nicht so gut zu Fuß sind, haben es schwer, ins Strehlaer Rathaus zu kommen. Stadträtin Veronika Melzer (CDU) erkundigte sich deshalb jüngst, wann der Stadtverwaltungs-Sitz einen behindertengerechten Zugang erhält – der auch für Ältere, Gehbehinderte oder junge Menschen mit Kinderwagen vieles einfacher machen könnte. – Vergessen sei das Vorhaben nicht, sagte Bürgermeister Jörg Jeromin (FWG). Momentan könne man das Projekt aus finanziellen Gründen nicht umsetzen. „Wenn wir Geld haben, werden wir das sofort realisieren.“ Wann das sein wird, ließ er jedoch offen.

Sachsen fördert Bauprojekte für Barrierefreiheit zum Beispiel über das Programm „Lieblingsplätze für alle“ mit bis zu 100 Prozent der Kosten. Kommunale Gebäude wie Rathäuser sind davon aber ausgenommen. Gedacht ist der Fördertopf für den Barriereabbau in Museen, Bibliotheken oder Jugend-Treffs. So hatte 2018 die Riesaer Freizeitinsel mehr als 20 000 Euro für den Bau eines Weges erhalten.

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