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Basketballer mit zweitem WM-Sieg

Durch den Erfolg gegen Senegal behält das deutsche Team das Ticket für die Olympia-Qualifikationsturniere weiter im Blick. Der nächste Gegner ist aber in Topform.

Deutschlands Dennis Schröder versucht, den Ball im Spiel zuhalten.
Deutschlands Dennis Schröder versucht, den Ball im Spiel zuhalten. © dpa/Swen Pförtner

Shanghai. Ein zartes Lächeln zeichnete sich auf Dennis Schröders Lippen ab. Nach seiner starken Vorstellung im Shanghai Oriental Sports Center gegen den Senegal erhielt der Topstar der deutschen Basketballer respektvolle Worte und viele anerkennende Schulterklopfer vom Trainer des Underdogs.

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Zumindest für einen Moment schoben Schröder und seine Teamkollegen nach dem 89:78 (36:37)-Erfolg den noch lange nicht abgebauten WM-Frust beiseite. Der Traum von Olympia lebt durch den Pflichtsieg zum Auftakt der Platzierungsrunde weiter. Am Montag (14.00 Uhr/MagentaSport) kommt es für das Team von Bundestrainer Henrik Rödl zu einem "Endspiel" gegen Kanada. Der Gruppensieg würde ein Ticket für das Qualiturnier für Tokio 2020 sichern.

"Jeder weiß, wie wichtig es ist", sagte Schröder. Die Kanadier seien "ein Superteam". Der NBA-Star war gegen die weiterhin sieglosen Afrikaner mit 24 Punkten und 12 Assists bester Spieler, Johannes Voigtmann und Daniel Theis kamen auf je 14 Zähler. "Dennis war überragend in der zweiten Halbzeit, hat Verantwortung übernommen, getroffen, mit viel Spielfreude", lobte Rödl.

Gegen "Team Canada" muss in der Runde um die Plätze 17 bis 32 eine weitere Steigerung her. Die Spieler von NBA-Meistercoach Nick Nurse hatten am Samstag Jordanien beim 126:71 (63:35) eine echte Lektion erteilt. Bei einer Niederlage gegen die Nordamerikaner müsste noch einmal der Rechenschieber bemüht werden, ob Schröder und Co. im kommenden Juni um die Teilnahme an den Sommerspielen kämpfen.

Am Donnerstag hatte Rödls Team mit einem Sieg gegen Jordanien (96:62) den ersten Schritt nach vorne gemacht. Mit dem Umzug nach Shanghai galt es, den Ärger über das frühe Aus nach den phasenweise bitter enttäuschenden Auftritten gegen Frankreich (74:78) und die Dominikanische Republik (68:70) weiter aus den Kleidern zu schütteln.

Vor dem Turnierbeginn war der talentierte Kader mit vier NBA-erfahrenen Profis hoch gehandelt worden, in den wichtigsten Partien fehlte aber es an echtem Team-Basketball. Anführer Schröder musste viel Kritik einstecken, Rödl bekam von der Spitze des Deutschen Basketball Bundes (DBB) klare Rückendeckung. Die anstehende, tiefergehende Aufarbeitung des verpatzten Turniers muss aktuell jedoch noch warten, zu bedeutsam sind die verbliebenen Partien in China.

Auch gegen den Weltranglisten-37. Senegal war im ersten Durchgang der fehlende Flow deutlich bemerkbar. Die Partie war von Beginn an hart umkämpft, die DBB-Auswahl hatte mit dem physisch starken Gegner durchaus Probleme. In der Offensive fehlte der Touch beim Distanzwurf und unter dem eigenen Korb taten sich immer wieder Lücken auf.

Zum Beginn der zweiten Halbzeit setzten sich die Probleme fort, Schröder riss das Spiel nun mehr an sich und zeigt teilweise seine Klasse. Im Schlussabschnitt erhöhte Deutschland noch einmal die Intensität, Rödl hatte mit Voigtmann unter dem Korb nun eine gut funktionierende Aufstellung gefunden. Der Sieg geriet in den Schlussminuten nicht mehr in Gefahr.(sid)