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Bau der Bühlauer Schwimmhalle gestartet

Das jahrelange Hickhack ist vorbei. Ende nächsten Jahres soll das neun Millionen Euro teure Bad öffnen.

© Steffen Füssel

Von Juliane Richter

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Dichtes Gedränge könnte es in den Dresdner Hallenbädern schon bald nicht mehr geben. Denn Ende nächsten Jahres soll die neue Bühlauer Schwimmhalle eröffnen und somit für Entspannung bei Hobby- und Vereinsschwimmern sorgen. Den offiziellen Baustart hat Bäderchef Matthias Waurick gestern gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und Innenminister Markus Ulbig (CDU) symbolisch zelebriert. Insgesamt 9,3 Millionen Euro kostet der Neubau – 3,5 Millionen kommen dafür vom Freistaat.

Damit entsteht auf der Fläche des ehemaligen Straßenbahnhofs Bühlau ein 25-Meter-Schwimmbecken mit sechs Bahnen, einem Kurs- und einem Kinderbecken. Auf dem Dach der Halle wird zudem ein Saunabereich gebaut. Die Gäste sollen einen Raum mit 65 Grad Celsius und einen mit 90 Grad Celsius nutzen können. Lange war um diese Sauna gerungen worden, weil sie in den ursprünglichen Plänen nicht vorgesehen war. Doch schließlich hatte sich der Stadtrat im September 2012 für den Einbau der Sauna und zudem für einen Hubboden im Kursbecken entschieden, damit auch gehbehinderte Menschen die Schwimmhalle nutzen können. Gestern zeigten sich alle Beteiligten sichtlich erleichtert darüber, dass nach jahrelangen Diskussionen um die Halle die Lösung nun zum Greifen nahe ist. „Sie alle wissen, dass der Weg bisher sehr steinig war“, so Oberbürgermeisterin Orosz. Denn der Schwimmhallenneubau war ein Projekt der Gemeinde Schönfeld-Weißig. Die hatte sich den Bau in den Eingemeindungsvertrag geschrieben und die Umsetzung später gerichtlich erkämpft. Der ursprünglich favorisierte Platz in Weißig, auf dem sogar ein 50-Meter-Becken entstehen sollte, wurde dann aber zugunsten des ehemaligen Straßenbahnhofs in Bühlau verworfen. Denn der konnte mit geringeren Kosten punkten.

Vor allem, weil das Gelände bereits den Dresdner Verkehrsbetrieben gehörte und durch den Bau der Halle die alte Industriebrache verschwinden konnte. Doch auch hier kam es zu Verzögerungen. 2011 wurden dann nahezu alle Gebäude und die alte Gleisschleife abgerissen. Auf der 1,5 Hektar großen Fläche ist schließlich im vergangenen Jahr eine neue Kindertagesstätte gebaut und eröffnet worden. Nun zeugt die riesige Baugrube in unmittelbarer Nähe vom Neubau der Schwimmhalle. Bereits Anfang März haben hier die Tiefbauarbeiten begonnen. Laut Bäderchef Waurick soll der Rohbau bis Ende dieses Jahres dauern. Dann werden die Edelstahlbecken in mehreren Teilen angeliefert und vor Ort verschweißt. „Das Schwierigste beim Bau einer Schwimmhalle ist eigentlich die Planung, weil die gesamte Technik im Keller untergebracht werden muss. Aber diesen Punkt haben wir ja nun schon lange überwunden“, sagt Waurick.

Entlastung auch für Vereine

Mehrfach hat er gestern betont, dass er davon ausgeht, den Zeitplan einhalten zu können. Diese Ankündigung dürfte nicht nur bei den Bewohnern der angrenzenden Stadtteile für Erleichterung sorgen. Auch die Vereine sollen feste Zeiten in der Halle bekommen, ebenso wie das Schulschwimmen. Bisher müssen die Kinder lange Busfahrten bis zum Freiberger Platz in Kauf nehmen.

Bisher noch unklar ist, was die Dresdner für die Benutzung der neuen Schwimmhalle zahlen sollen. Im ursprünglich vom Stadtrat gefassten Beschluss war für Erwachsene von 2,40 Euro für eine und von 4,20 Euro für zwei Schwimmstunden die Rede. Nun aber gestaltet die Bäder-GmbH die Preise. Deren Chef Matthias Waurick sagt, dass die Preise vor der Eröffnung noch einmal berechnet werden müssen. Sie sollen sich aber am bisher üblichen Niveau orientieren – etwa um drei Euro pro Stunde.

Neben dem Neubau in Bühlau muss sich die Bäder-GmbH in den nächsten Monaten auch um den Neubau und die Sanierung der Schwimmhalle am Freiberger Platz kümmern. Innenminister Ulbig war gestern bereits zuversichtlich, dafür in Kürze einen weiteren Fördermittelbescheid übergeben zu können. Der solle sogar noch höher als die 3,5 Millionen Euro für Bühlau ausfallen. Der Baustart an der zentralen Sportschwimmhalle ist noch für diesen Sommer geplant. Oberbürgermeisterin Orosz warb gestern beim Innenminister auch für andere sportliche Projekte in Dresden um Gelder. Ulbig bekräftigte im Gegenzug seine Absicht, den Sport weiterhin zu fördern.