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Bau der Gabelsbergerstraße gefährdet

Lange ersehnt, steht 2018 in Heidenau die Reparatur auf dem Programm. Doch nun gibt es ein Problem. Einer freut sich trotzdem.

© Daniel Schäfer

Von Heike Sabel

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Heidenau. Alle haben sich gefreut. Die Pläne sind fertig, im Januar gab es bereits eine Anwohnerversammlung und im Juli sollte es losgehen auf der Gabelsbergerstraße. Die Straße bekommt einen ordentlichen Belag, der Kreuzungsbereich mit der S 172 wird neu geordnet. Das alles will die Stadt Heidenau nach wie vor. Wenn nur mal wieder nicht das Problem mit dem Geld wäre.

War in der Vergangenheit das fehlende städtische Geld der Grund, das Vorhaben immer wieder zu verschieben, sind es nun ausbleibende Fördermittel. Zuerst sollen nämlich die im vergangenen Jahr eingereichten Anträge abgearbeitet werden, teilte man der Stadt jetzt mit. Heidenau hatte den Antrag zwar im Dezember an das Landratsamt gegeben, doch das reichte den Antrag erst dieses Jahr an das Landesamt für Straßenbau und Verkehr weiter. Das könnte Heidenau und der Gabelsbergerstraße nun zum Verhängnis werden. Im März wird mit weiteren Informationen von den Behörden gerechnet, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Marion Franz am Donnerstagabend im Stadtrat.

Eine kleine Chance aber gibt es noch. Wenn es grünes Licht gibt, dass man ohne Fördermittel mit dem Bauen anfangen darf und dadurch die Zuschüsse nicht gefährdet. Sonst wird die Maßnahme wohl auf nächstes Jahr verschoben werden müssen. Ganz mit eigenem Geld wird die Stadt nicht bauen können. Es geht immerhin um über 900 000 Euro Gesamtkosten. 70 Prozent davon will die Stadt gefördert bekommen. Sobald Heidenau weitere Informationen hat, wird der Stadtrat informiert.

Trotz der erst mal wenig optimistischen Nachricht fand Stadtrat Michael Schürer (Heidenauer Bürgerinitiative) doch noch einen Grund zur Freude: den Einsatz von LED-Lampen. Die waren zunächst nicht vorgesehen. Doch die Stadt hat gerechnet. Die Anschaffung der modernen Lampen ist zwar teurer, aber im Hinblick auf die Energieeinsparung lohnt sie sich auf lange Sicht – nach etwa 13 Jahren rechnet sich die Investition. Schürer fühlte sich bei der Nachricht ein bisschen wie zu Weihnachten, sagte er im Stadtrat.

Nun wird auch für die Anwohner der Gabelsbergerstraße auf eine frohe Botschaft gehofft. Letztlich ist der Bau ihrer Straße in diesem Jahr auch ein gutes Signal für die Dresdner und die Zschierener Straße. Die werden nämlich auch schon lange geschoben und sollen dann die Nächsten sein. Die Dresdner Straße ist bisher für die kommenden zwei Jahre vorgesehen. Die Zschierener Straße würde danach folgen. Wenn sie dran ist, soll die Kreuzung mit der Siegfried-Rädel- und der Dresdner Straße einen Kreisverkehr erhalten.

Und der ist an dieser Stelle genau so wichtig wie die Ordnung des Knotens Gabelsbergerstraße/S 172. Ordentliche Spuren für die Fahrzeuge und kürzere Wege für die Fußgänger sollen die unübersichtliche Kreuzung sicherer machen.