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Bau geht trotz Hitze voran

Das Skelett der Häuser steht schon. Bereits im Dezember sollen die ersten Mieter in die Sidonienhöfe einziehen. Dabei sind auch Ärzte.

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Von Wolf Dieter Liebschner

Drei Kräne drehen sich in den freitäglichen Mittagsstunden über den Sidonienhöfen. Lkws passieren die Absperrung zur Baustelle. Gleich darauf werden tonnenschwere eisenbewehrte Betonteile abgeladen. Auf jedem freien Fleckchen der Sidonienstraße sind Baumaterialien gelagert. Doch das was nach Chaos aussieht, hat System. Es geht voran im Baugebiet Sidonienhöfe/Kulturbahnhof in Radebeul-Ost. Das Skelett der Bauten steht, die Treppen im Inneren sind begehbar. Im vergangenen Monat wurde Richtfest gefeiert.

Wolkenloser Himmel. Zu beneiden sind die Bauarbeiter bei fast 40 Grad unter der Sonne wahrlich nicht. Kaum einer von ihnen ist ohne Kopfbedeckung anzutreffen. Hüte, Tücher und Mützen schützen vor den sengenden Strahlen. Griffbereit stehen Wasserflaschen im Schatten. Nachschub muss öfter geordert werden.

Noch ist nichts von der Gestaltung der Fassade zu erkennen, die in alter Schönheit wiedererstehen soll. An der Außenhaut wird gewerkelt, ebenso auf dem Dach. Die moderne Silhouette des Anbaus, in dem einmal ein Rewe-Supermarkt und das Ärztehaus einziehen soll, zeichnet sich in Richtung Kulturbahnhof ab.

Die Bauarbeiter liegen im Plan, der äußerst knapp bemessen ist. Bereits im Dezember dieses Jahres soll der Einzug der Mieter beginnen und im Januar des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Das Tempo der Arbeiten ist beachtlich. Es ist noch keine zwei Jahre her, dass die Volkssolidarität Elbtalkreis und der Investor Christoph Dross einen Mietvertrag für 50 betreute Wohnungen in den Sidonienhöfen unterschrieben haben. Bereits im April vergangenen Jahres schloss die Sparkasse Meissen einen 20-jährigen Mietvertrag für 500 Quadratmeter in den Sidonienhöfen ab. Im Juli 2011 begannen die Abbrucharbeiten. Im darauffolgenden November wurde die Baugrube ausgehoben. Der erste Spatenstich erfolgte am 25. November vergangenen Jahres.

Nicht nur die Sparkasse hat die Attraktivität dieses neuen Zentrums in Radebeul-Ost erkannt. Ein Großteil der Mietverträge ist bereits abgeschlossen worden. Neben Rewe, Sparkasse und Volkssolidarität werden zahlreiche Ärzte, Physio- und andere Therapeuten, die Dresdner Backhaus GmbH und andere hier einziehen. Weiterhin bietet das Areal Wohnraum für insgesamt 121 Familien.

Von vornherein stand der Radebeuler Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) hinter dem Projekt. Radebeul-Ost bedürfe seit Langem eines wirklich lebendigen und attraktiven Zentrumsbereichs, hatte er gesagt. „Durch die Bündelung von Verwaltung, Schule, Einkaufserlebnis, Kultur und Wohnen an einem Standort wird das Bahnhofsareal nach meiner festen Überzeugung täglich viele Menschen anziehen.“

Bis es so weit ist, wird noch viel Schweiß fließen. Vor allem der der Bauarbeiter.