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Döbeln

In der Baubranche fehlen Azubis

Es gibt viele freie Lehrstellen. Das Problem hat sich seit 2019 noch weiter verschärft.

In den Baufirmen in Mittelsachsen sind noch 75 Prozent der Lehrstellen unbesetzt.
In den Baufirmen in Mittelsachsen sind noch 75 Prozent der Lehrstellen unbesetzt. © dpa-Zentralbild

Mittelsachsen. Bauboom trifft auf Nachwuchs-Mangel: Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind viele Baufirmen im Landkreis Mittelsachsen noch vergeblich auf der Suche nach Azubis. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur hin.

Danach blieben im Juli 75 Prozent aller Ausbildungsstellen auf dem Bau unbesetzt. Von 100 ausgeschriebenen Plätzen im Landkreis waren noch 75 zu vergeben. Bereits 2019 waren zum selben Zeitpunkt 59 Prozent aller Ausbildungsplätze im Bauhauptgewerbe unbesetzt.

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Gewerkschafter spricht von Alarmsignal

Bernd Günther von der IG Bau Nord-West-Sachsen spricht von einem „Alarmsignal“. Wenn es den Firmen nicht gelinge, Schulabgänger für die dringend gebrauchte Arbeit als Maurer, Straßenbauer oder Baugeräteführer zu finden, dann gerate das Fundament der ganzen Branche ins Wanken. „Aber nur wenn die Arbeitsbedingungen auf Baustellen attraktiver werden, lässt sich das Nachwuchs-Problem lösen“, ist der Gewerkschafter überzeugt.

Höhere Ausbildungsvergütung gefordert

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Ein Beruf, bei dem er große Baumaschinen führen kann, das war der Wunsch von Emil Schulz aus Döbeln. Der geht jetzt in Erfüllung.

In der laufenden Tarifrunde fordert die IG Bau deshalb ein monatliches Einkommensplus von 100 Euro für alle Azubis. Außerdem soll die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden, um die Arbeit attraktiv zu halten – auch gegenüber anderen Branchen, in denen weit weniger gependelt wird. 

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