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Bautzen

Bauern beklagen niedrigen Milchpreis

Die Landwirte im Landkreis Bautzen bekommen derzeit 30 Cent pro Liter. Damit können sie nicht rentabel wirtschaften. Die Schuld daran geben sie dem Handel.

Noch gibt es im Landkreis Bautzen fast 20.000 Milchkühe, doch es sind in den vergangenen Jahren immer weniger geworden. Das liegt auch an den niedrigen Preisen für die Milch.
Noch gibt es im Landkreis Bautzen fast 20.000 Milchkühe, doch es sind in den vergangenen Jahren immer weniger geworden. Das liegt auch an den niedrigen Preisen für die Milch. © Symbolfoto: dpa-Zentralbild

Bautzen. Die Milchbauern in der Oberlausitz sind sauer. Sie bekommen von den Abnehmern im Handel derzeit nur knapp 30 Cent pro Liter Milch. "Viel zu wenig", findet der Vorsitzende des Regionalbauernverbandes Bautzen-Kamenz, Stefan Triebs. Um rentabel wirtschaften zu können, wären mindestens 37 Cent pro Liter nötig. "Unsere Landwirte tun ihr Bestes, aber die Preise ziehen nicht mit", ärgert sich Triebs. Das gelte für Milch ebenso wie für Getreide und andere landwirtschaftliche Produkte.

Laut Statistischem  Landesamt stehen in den Rinderställen im Landkreis Bautzen insgesamt etwa 17.700 Milchkühe. Vor fünf Jahren waren es noch rund 2.000 Milchkühe mehr. Triebs zufolge mussten Bauern die Zahl ihrer Tiere verringern, weil sie nicht mehr alle füttern konnten. Die Einnahmen reichten nicht, um in trockenen Jahren ausreichend Futter zu kaufen. Die Landwirtschaft im Landkreis gibt derzeit etwa 1.900 Menschen Arbeit, vor fünf Jahren lag die Zahl noch bei mehr als 2.000. (SZ/tbe)

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