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Döbeln

Baufirma muss in Haßlau nachbessern

Nach dem Verlegen von Stomkabeln sackt die Straße ab. Die nötige Vollsperrung überrascht die Anwohner.

Die Dorfstraße in Haßlau musste kurzfristig gesperrt werden. Auf einer Seite war es zu Absenkungen gekommen.
Die Dorfstraße in Haßlau musste kurzfristig gesperrt werden. Auf einer Seite war es zu Absenkungen gekommen. © Lars Halbauer

Roßwein. Bauarbeiter rückten am Montagmorgen auf der Haßlauer Dorfstraße an und rissen die Straße auf. Sehr zum Ärger der Anwohner. „Wir sind über die Bauarbeiten gar nicht informiert worden“, so Sandra Schwäger, die in Haßlau wohnt. Zum Glück habe ein anderer Anwohner ihr Bescheid gesagt, sodass sie ihr Auto noch schnell vor der Baustelle parken konnte. „Wir wohnen in einer Sackgasse und ich muss abends zur Arbeit nach Dresden“, sagte sie.

Notwendig waren die Bauarbeiten aber auf jeden Fall. Der Netzbetreiber Mitnetz Strom hatte im Jahr 2016 in Haßlau eine alte Nieder- und Mittelspannungsfreileitung durch ein Erdkabel ersetzt. „Dabei wurden auch die Trafostation ausgetauscht und die betroffenen Haushalte an das Erdkabel angeschlossen“, teilte Stefan Buscher, Pressesprecher der Mitteldeutschen Netzgesellschaft (Mitnetz) Strom, mit.

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Nach Abschluss der Bauarbeiten habe die Kommune festgestellt, dass die Straßenoberfläche, die nach der Erdverkabelung neu hergestellt wurde, Schäden aufweist. „Wir sind aufgefordert worden, diese zu beseitigen“, so Buscher.

Roßweins Bauamtsleiter Dirk Mehler bestätigt: „Es wurde wohl damals ein falsches Mischgut verwendet.“ Nach einem Vor-Ort-Termin haben sich die Kommune und der Netzbetreiber darauf geeinigt, die Bauarbeiten in der 26. Kalenderwoche zu erledigen. Dies war nur unter Vollsperrung möglich. Eine sogenannte verkehrsrechtliche Anordnung sei kurzfristig eingeholt worden, sagte Dirk Mehler.

Auf der Homepage der Stadt ist die Vollsperrung bis zum Freitag avisiert. Dirk Mehler sagte aber, dass die Freigabe durchaus schon früher möglich ist. „Abhängig ist das wesentlich davon, wie schnell der Bitumen aushärtet“, so Stefan Buscher. Ob dies angesichts der derzeitigen Witterungsbedingungen am Dienstag schon der Fall sein werde, konnte der Pressesprecher am Montagabend nicht mit Sicherheit sagen.

„Meiner Meinung nach reicht eine Veröffentlichung im Internet nicht aus“, sagt Sandra Schwäger. Nicht jeder habe überhaupt einen Internetanschluss oder schaue ständig auf die digitale Stadtseite.

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