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Baugebiet steht erneut zur Versteigerung

Die Grundstücke zwischen Siedlungsweg und der Straße des Friedens in Klingenberg kommen erneut unter den Hammer.

© dpa

Von Anja Ehrhartsmann

Klingenberg. Bereits im Juni vergangenen Jahres sollten die Flurstücke hinter dem Penny-Markt in Klingenberg schon einmal zwangsversteigert werden. Doch für 14 der 18 angebotenen Flächen fand sich damals kein Käufer. Zwar handelt es sich überwiegend um einzelne Bauplätze, doch wer denkt, er würde eines der Grundstücke kaufen und sich so einfach sein Häuschen darauf bauen, der liegt falsch. Denn nicht alle Grundstücke sind erschlossen. Das heißt, die einzelnen Parzellen sind in unterschiedlichem Umfang an Entsorgungsleitungen angeschlossen wie Trinkwasser, Strom, Gas und Abwasser.

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Ursprünglich war das Gebiet in den 1990er-Jahren als Baugebiet mit 14 Parzellen vorgesehen, plus öffentlicher Flächen wie Straße und Spielplatz. Diese beiden Grundstücke sind als Verkehrsfläche öffentlich gewidmet und gemäß rechtskräftigem Bebauungsplan nicht dafür vorgesehen, dass darauf ein Wohnhaus errichtet wird. Die mehr als 10 000 Quadratmeter große Gesamtfläche, die zwischen Siedlungsweg und der Straße des Friedens liegt, ist heute ein Biotop mit Wald. Außer den Parzellen, die direkt am Siedlungsweg liegen, sind die Grundstücke laut erstelltem Gutachten sumpfig. „Im Hinblick auf eine beabsichtigte Bebauung des Baugebietes ist mit erhöhten Baukosten zu rechnen; Teile des Baugebietes müssten voraussichtlich trockengelegt werden.“ Aus rein wirtschaftlichen Erwägungen seien die Grundstücke an der Straße des Friedens und in der Mitte des Gebiets nicht nutzbar. Aus diesem Grund liegt der Preis bei 13 Cent pro Quadratmeter, kommt das Gutachten zu dem Schluss. Die Grundstücke am Siedlungsweg – eine Fläche von 2 700 Quadratmetern – sind deshalb auch teurer.

Die Gemeinde Klingenberg selbst hat kein Interesse an dem Gebiet. Problem ist, dass der Bebauungsplan mit der Flurstücksaufteilung nicht mehr übereinstimmt und somit die baurechtlichen Voraussetzungen zunächst neu geschaffen werden müssten.

Der Bebauungsplan stammt noch aus dem Jahr 1994. Damals hatte ein privater Investor das Gebiet erworben. Tatsächlich wurde auch gebaut: Der Penny-Markt entstand und ein paar Wohnhäuser. Die Parzellen entlang des Siedlungsweges sollten dann als Nächstes bebaut werden, da die Erschließung von dort aus am günstigsten war. Mit dem eingenommenen Geld wollte der Investor das restliche Baugebiet erschließen. Doch dazu kam es nie.

Versteigerung am Dienstag, 6. März, 9 Uhr, vor dem Amtsgericht in Dresden.

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