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Letzte Runde für Bauhof-Sanierung

Das Dach der Lagerhalle muss dringend in Ordnung gebracht werden. Eigentlich sollte das schon längst passiert sein.

© André Braun

Von Tina Soltysiak

Waldheim. Nachdem große Teile des Waldheimer Bauhofes bei einem Brand zerstört worden waren, ist der Wiederaufbau mittlerweile fast abgeschlossen. Das hat jedoch länger gedauert, als gedacht. „Beim fünften Bauabschnitt kam es zu Verzögerungen“, sagte Bauamtsleiter Michael Wittig während der jüngsten Stadtratssitzung. Auf DA-Nachfrage konkretisierte er am Donnerstag: „Das hatte vielerlei Gründe. Das Geld von der Sächsischen Aufbaubank wurde später bewilligt. Deshalb mussten wir mit den Planungen und Ausschreibungen warten.“ Der fünfte Abschnitt umfasste die Gestaltung der Außenanlagen sowie den Bau zweier Schüttgutboxen.

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Für den sechsten und letzten Abschnitt hat die SAB Fördergeld genehmigt. „Darüber sind wir froh“, sagte Wittig. Das Geld fließt in die Sanierung des Lagers. „Dessen Dach ist so kaputt, dass es schon reinregnet“, erläuterte Wittig. In der Halle führen die Bauhofmitarbeiter Holzarbeiten durch, zudem lagern dort unter anderem Ersatzteile für die Spielplätze. „Es ist wichtig, dass das Dach in diesem Jahr noch gemacht wird. Fassadenputz, neue Türen und Tore kommen 2018 dran“, ergänzte er.

Momentan sei die Stadt dabei, eine Dachdeckerfirma zu finden. „Die Ausschreibung ist durch, in Kürze ist die Submission“, so Michael Wittig. Die Auftragsvergabe nimmt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) vor. Das hat ihm der Stadtrat per Beschluss genehmigt. Üblicherweise entscheiden der Technische Ausschuss beziehungsweise der Stadtrat über die Auftragsvergaben. „Aber die Zeit drängt, wir können nicht bis zur nächsten Sitzung warten“, schilderte der Bauamtschef die Notwendigkeit dieser Vorgehensweise. Rund 160 500 Euro werde der gesamte sechste Bauabschnitt kosten. Der Eigenanteil der Stadt ist gesichert. Ende Mai 2011 war eine Mehrzweckhalle in Flammen aufgegangen. Die Polizei hatte bestätigt, dass es sich um Brandstiftung handelte (DA berichtete).

Stadtrat Albrecht Hänel (CDU) regte an, das Platzkonzept noch einmal zu überdenken: „Eventuell lassen sich im Zuge der Baumaßnahmen noch Stellflächen für Autos schaffen.“ Denn an das Areal grenzt der Wertstoffhof unmittelbar an. Bürgermeister Ernst kann dieses Anliegen nachvollziehen. „Vor allem an Wochenenden hat es zum Teil schon Rückstau bis zum Kreisel gegeben. Wir sind bemüht, eine Lösung zu finden, mehr Platz zu schaffen“, sagte er. Dafür solle eventuell die Einfahrt erweitert werden. „Aber da sind wir noch im Gespräch“, so Steffen Ernst.