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Baulücke wird verschönert

Der Platz bei Fisch-Christel ist zugewachsen. Doch ab Oktober wird er zur Ruhezone umgebaut. Dort gibt’s dann sogar Kirschen.

© André Braun

Von Tina Soltysiak

Waldheim. Fast zehn Jahre ist es her, dass das baufällige Haus am Niedermarkt 18 abgerissen wurde. Seitdem lag die frei gewordene Fläche mehr oder minder brach. Unkraut und Gras haben das Gelände erobert. Es wurde zwar gepflegt. Ansehnlich war es deshalb aber noch lange nicht. Das wird sich nun ändern. Denn die Mitglieder des Technischen Ausschusses haben während ihrer jüngsten Sitzung den Auftrag für die Neugestaltung des öffentlichen Platzes beschlossen.

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Spätestens am 4. Oktober solle mit dem Umbau des Areals begonnen werden, sagte Christian Voigt vom Tiefbauamt der Stadt Waldheim. Zunächst werde die Fläche reguliert, sprich begradigt. Die Arbeiten übernehmen die Mitarbeiter der Firma STI Bau GmbH Döbeln. Das Unternehmen hatte das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf reichlich 32 600 Euro.

Wie Christian Voigt erläuterte, wird der Platzbereich auf einer Breite von 2,50 Metern mit Natursteinpflaster versehen. „Zudem wird eine Rundbank aufgestellt und in deren Mitte ein Baum gepflanzt“, ergänzte er. Als Gehölze hat sich die Stadt für eine Japanische Kirsche, Zierkirschen und Zieräpfel entschieden. Denn diese würden nicht so hoch wachsen. Das komme der Stadt bei der Pflege der dann neu geschaffenen Ruhezone zugute. „Der größte Teil des Areals wird deshalb auch Grün- und Wiesenfläche“, ergänzte Sachbearbeiter Christian Voigt. Die Bauarbeiten sollen bis spätestens Mitte November abgeschlossen sein, erläuterte er den Ausschussmitgliedern.

Ebenfalls Mitte November hatte 2008 der Abriss des Hauses Niedermarkt 18 begonnen. Das städtische Gebäude stand zuvor schon lange leer. Eine Sanierung hat sich nicht gelohnt. Kaufen wollte die Immobilie auch niemand. Deshalb hatten zunächst die Mitarbeiter der Firma Umtech aus Erlau die Innenräume des dreistöckigen Hauses entkernt. Anschließend rückte der Bagger an, um das Haus dem Erdboden gleich zu machen. Insgesamt kostete der Abriss damals rund 23 000 Euro. Die Summe wurde mit Fördergeld aus dem Projekt Stadtumbau Ost, Programmteil Rückbau, zu 100 Prozent gedeckt. Bereits zu dieser Zeit gab es Pläne für eine Nachnutzung der Baulücke: Parkplätze sollten entstehen.

Dass der Platz bei Fisch-Christel – so heißt er im Volksmund – nun endlich neu und vor allem schön gestaltet wird, freut Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). „Es ist der letzte Bereich des Niedermarktes, der noch in Ordnung zu bringen ist. Das nehmen wir nun endlich in Angriff“, sagte er. (mit DA/rt)