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Baum fällt

Mit dem Februar endet die Zeit, in der Bäume gefällt werden dürfen. Dabei gab es dieses Jahr einige neue Einblicke.

© Anja Beutler

Von Anja Beutler

Löbau-Zittau. Eine gute Woche vor Ende Februar regnet es Nadelbaumästchen an der B99. Im Auftrag der Wohnungsgenossenschaft Zittau wird ein großer Nadelbaum gefällt. „Er hat den Mietern in den Häusern dahinter stark das Licht weggenommen“, bestätigt Bernd Stieler, Vorstand des Unternehmens. Wie lange das Exemplar schon an der B 99 gediehen ist, lässt sich schwer sagen. „Ein Mieter hat ihn uns einst geschenkt“, sagt Stieler. Das passiere immer wieder. Manche Mieter haben Weihnachten einen Baum im Topf, der dann – nach der Zimmersaison – auf der Grünflache eingepflanzt werde. Dass auch der nun Gefällte einmal ein Topftannenbaum war, ist kaum mehr vorstellbar. Seit den Fällarbeiten sieht man aber tatsächlich die Häuser im Hintergrund, die man zuvor kaum wahrgenommen hat. „Wir nehmen Beschwerden der Mieter ernst, aber prüfen natürlich, ob es auch wirklich gerechtfertigt ist, den Baum zu fällen“, betont Stieler. Er weiß, wie sensibel das Thema ist.

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Der weitaus häufigere Grund für eine Baumfällung – gerade in Straßennähe – ist aber die Verkehrssicherheit. Überall an den Bundesstraßen – egal, ob B 99 bei Marienthal, B 178 oder B 6 – liegen noch die Äste vom jüngsten Verschnitt, die erst nach und nach abgeholt werden. Dass es in diesem Jahr einen kräftigeren Einschlag gegeben hat als sonst, sei aber nicht der Fall – zumindest nicht, was die Straßenmeistereien betreffe. „In dieser Wintersaison ist nicht mehr Gehölzpflege betrieben worden als in den Jahren zuvor“, betont Kreissprecherin Julia Bjar. Dass bislang eher wenig Schnee gelegen hat und die Kollegen in dieser Hinsicht wenig zu tun hatten, spiele dabei im Übrigen keine Rolle.

Grundsätzlich werden Baumpflegearbeiten nahezu jährlich an allen Straßen im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Görlitz durchgeführt, betont die Kreissprecherin. Mitunter müssen einige Bäume aber auch schon in Vorbereitung von Bauarbeiten fallen – wie jüngst beispielsweise in Kiesdorf an der Oberen Straße.

Aber natürlich sind auch die Bauhöfe der anderen Gemeinden und Privatleute in dieser Zeit mit der Säge unterwegs. Und so wirkte die Ortsdurchfahrt des Löbauer Ortsteiles Rosenhain, auf der B 6, in diesen Tagen sonderbar licht: „Rund um die Bushaltestelle hat der Bauhof einmal ausgeholzt“, bestätigt Ortsvorsteher Friedhelm Gerlich. Zeitgleich habe auch ein Anwohner die Gelegenheit genutzt und mehrere Bäume deutlich gestutzt, sodass es an der Kreuzung mitten im Ort nun deutlich lichter aussieht.

Die Tage des Sägens sind nun aber erst einmal passé: Mit dem letzten Februartag endet die Baumfällsaison. „Anträge auf Ausnahmegenehmigungen für Fällungen außerhalb des zulässigen Zeitraumes liegen unserem Umweltamt nicht vor“, betonte Kreissprecherin Bjar.

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