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Bauparzellen in Sicht

Im Wohngebiet Berghausstraße in Neustadt kann die Erschließung beginnen. Für Bauherren stehen schon bald Grundstücke bereit.

© Dirk Zschiedrich

Von Nancy Riegel

Neustadt. Stein auf Stein zum neuen Eigenheim. Was in der Theorie einfach klingt, gestaltet sich in Neustadt schwierig. Zwar stehen potenzielle Bauherren bereit, doch die Bemühungen der Stadt, Platz für Eigenheime zu schaffen, wurden in der Vergangenheit mehrfach ausgebremst. So auch im Wohnbaugebiet an der Ecke Berghausstraße/Schillerstraße. Dort war der Erschließungsträger abgesprungen, die Suche nach einer Firma zog sich in die Länge. Nun soll der Vertrag mit der Strabag abgeschlossen werden, was heißt: Jetzt könnte es schnell gehen.

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So jedenfalls lautet die Einschätzung von Bürgermeister Peter Mühle (NfN). Er könne zwar nicht für die Strabag sprechen, aber eine schnelle Erschließung sei wahrscheinlich. Im Stadtrat am Mittwoch beschloss das Gremium den Verkauf der Fläche an die Strabag, die die Parzellen erschließen und vermarkten wird.

Allerdings wird zunächst nur ein Teil der Grundstücke für Bauherren zur Verfügung stehen. In den kommenden Monaten wird rund zwei Drittel der Fläche erschlossen werden. Die Grundstücke in Richtung Berghausstraße dürfen laut dieser Vereinbarung erst im Jahr 2020 an die Strabag verkauft werden. Grund sind Fördermittel, die die Stadt für das Areal erhalten hatte. Auf dem ehemaligen Fortschritt-Gelände standen der „Rote Ochse“ und der „Fresswürfel“, die einstige Kantine. Die Stadt ließ das Gebäude abreißen, samt dazugehöriger Baracken. Die Freifläche wurde anschließend begrünt. Für den Abriss hatte Neustadt damals rund 360 000 Euro Fördermittel vom Freistaat bekommen. Dieses Geld ist an eine Frist bis Ende August 2024 gebunden. Weil die Stadt mit der Erschließung nicht so lange warten will, muss sie jetzt einen Teil der Fördermittel zurückzahlen. Trotz des Verkaufs der Flächen an die Strabag fährt die Stadt also keinen Gewinn ein. Aber das sei auch nicht das Ziel der Erschließung. „Wir wollen die Flächen zur Wohnbebauung anbieten, um junge Familien nach Neustadt zu ziehen oder hier zu halten“, sagt der Bürgermeister.

Da die Strabag die Bauparzellen an die künftigen Eigentümer verkauft, steht der Kaufpreis noch nicht fest. Allerdings wurde der Bebauungsplan bereits beschlossen. Laut diesem könnten auf der Grünfläche rund 20 Häuser entstehen. Es soll sich dabei um Einfamilienhäuser handeln, aber auch Doppelhaushälften und Bungalows seien möglich. Die Bauweise soll dabei kleinteilig und offen sein. Vorgesehen ist zudem ein hoher Grünanteil, ähnlich wie an der Schillerstraße schon realisiert. „Mit der offenen Gestaltung sollte das Wohngebiet für viele Bauherren interessant sein“, schätzt der Bürgermeister ein.

Mühle sagt, dass sich Interessenten für die Flächen weiterhin an das Bauamt in Neustadt wenden können. Man würde die Meldung dann an die Strabag weiterleiten. Es gebe bereits einige Interessenten.

Bauamt Neustadt, Tel. 03596 569264