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Baupause im Polenzpark endet

Die Errichtung einer Mauer auf dem Gelände in Cunewalde ist komplizierter, als anfangs gedacht. Und es gibt noch eine unschöne Überraschung.

© Uwe Soeder

Von Katja Schäfer

Cunewalde. Im Cunewalder Polenzpark gehen jetzt die Arbeiten zur Beseitigung von Flutschäden und zur Sanierung von Wegen weiter. Sie hatten seit Juli geruht. Grund dafür war, dass für ein Bauwerk neue Planungen und Berechnungen vorgenommen und Gutachten eingeholt werden mussten.

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Am Großen Mühlteich soll eine Mauer entstehen, die Hochwasser geordnet abfließen lässt und benachbarte Grundstücke vor Überflutungen schützt. Um sie errichten zu können, muss ein Verbau geschaffen werden. Er soll dafür sorgen, dass die ehemalige Mühle, in der sich heute das Lichthau Kahl befindet, während der Bauarbeiten nicht abrutscht. Für diesen Verbau ist – anders als ursprünglich geplant – eine aufwendige Gründung aus 24 unterschiedlich großen Bohrpfählen notwendig. Dafür wurde eine Spezialfirma gesucht.

Der Preis ist unerwartet hoch

Bei einer ersten Ausschreibung der Arbeiten im August hatte kein einziges Unternehmen ein Angebot abgegeben, berichtete Anja Grünwald vom Ingenieurbüro IFS aus Dresden jetzt dem Gemeinderat. Auf die zweite Ausschreibung ging ein Angebot ein. Der Preis sei mit 180 000 Euro unerwartet hoch und liege deutlich über dem Kostenvoranschlag von 120 000 Euro, sagte die Landschaftsplanerin. Das resultiere aus mehreren Fakten. Zum einen sei das Bauvorhaben sehr komplex und schwierig, weil unterschiedlich große Bohrpfähle zu schaffen sind und die Arbeiten sehr nah an einem Haus erfolgen. Zum anderen ist der Zeitplan sehr straff, denn die Firma soll sofort loslegen. Das Planungsbüro empfahl der Gemeinde, den Auftrag trotz der hohen Kosten zu vergeben; auch weil nicht zu erwarten sei, dass die Preise im nächsten Jahr sinken. Der Gemeinderat stimmte zu. Den Auftrag erhält der Dresdner Betriebsteil der Firma Berger Grundbautechnik Berlin. Die Arbeiten beginnen dieser Tage und sollen in der zweiten Oktoberhälfte abgeschlossen werden.

Außer an der Mauer wird derzeit auch an weiteren Stellen im Polenzpark gebaut, zum Beispiel Schlamm aus dem Inselteich beräumt und der Schanzenweg gepflastert. Die Beseitigung von Flutschäden an den Teichen und den Verbindungsgräben hatte Anfang 2017 begonnen. Sie soll bis Ende dieses Jahres erledigt sein.