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Dresden

Baustart am Neustädter Palaisplatz

Der neobarocke Prunkbau der Brandversicherungsanstalt wird jetzt saniert. Dabei werden Jugenstil-Elemente restauriert.

Diese Gerüste werden jetzt lange das Bild des markanten Eckgebäudes am Palaisplatz prägen. Die einstige Brandversicherungsanstalt wird bis 2021 mit viel Aufwand saniert.
Diese Gerüste werden jetzt lange das Bild des markanten Eckgebäudes am Palaisplatz prägen. Die einstige Brandversicherungsanstalt wird bis 2021 mit viel Aufwand saniert. © Sven Ellger

Das Bild am Palaisplatz hat sich verändert. Fristete das Gebäude der einstigen Brandversicherungsanstalt über 20 Jahre ein tristes Dasein und stand leer, so kommt jetzt Leben ins Haus. Wenn auch vorerst nur mit den Bauarbeitern. Die ersten Arbeiten haben begonnen, was an den Gerüsten sichtbar ist. Das teilt Sprecher Robert Hesse von der CG-Gruppe mit.

Das Unternehmen hat zwei Tochterfirmen mit der Sanierung beauftragt. Die Bauleute haben mit Abbruch- und Sicherungsarbeiten begonnen. So werden alte Stromleitungen oder Fußbodendielen entfernt und nicht tragende Wände abgerissen, erklärt Hesse. Andererseits werden alte Türen gesichert, die von Handwerkern in der Werkstatt wieder aufgearbeitet werden, um sie in den alten Zustand zu bringen.

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Der neobarocke Prunkbau mit zahlreichen Jugendstil-Elementen war zwischen 1899 und 1901 gebaut worden. Die CG-Gruppe hat das Baudenkmal 2016 gekauft. Die Sanierung wird etwa zwei Jahre dauern. In dem fünfstöckigen Baudenkmal mit seinen vier Hausaufgängen werden 52 Eigentumswohnungen mit einem bis vier Räumen ausgebaut. Das Großprojekt sieht auch den Ausbau des Dachgeschosses vor. Sieben Zwei- bis Vierraumwohnungen werden auf dem Boden entstehen. Die neuen Fenster werden zwar ein Stück größer sein, doch das reicht nicht für genügend Licht. Deshalb erhält jede Dachgeschosswohnung einen Innenhof mit eigener Terrasse. Durch große Glasfronten kommt so tagsüber viel Licht in die Wohnungen.

In dem fünfstöckigen Baudenkmal mit seinen vier Hausaufgängen werden 52 Eigentumswohnungen mit einem bis vier Räumen ausgebaut. 
In dem fünfstöckigen Baudenkmal mit seinen vier Hausaufgängen werden 52 Eigentumswohnungen mit einem bis vier Räumen ausgebaut.  © Visualisierung: CG-Gruppe

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Der Komplex war zwischen 1990 und 1992 schon einmal saniert worden, damals aber noch nicht mit dem nun geplanten Aufwand. Jetzt soll besonderer Wert auf die Restaurierung vieler Jugendstil-Elemente entsprechend dem historischen Vorbild gelegt werden. So bleiben die aufwendig gestalteten Türportale erhalten. Geplant ist, die geschwungenen Sandsteinelemente, die Plastiken und den Granitsockel schonend zu reinigen. In den Foyers werden Restauratoren Kunstmarmor unter vielen Schichten freilegen, um den originalen Zustand wie zur Bauzeit um 1900 wiederherzustellen. Die CG-Gruppe will fast 25 Millionen Euro für die Sanierung investieren. Wegen des enormen Aufwands zahlen Käufer rund 5 000 Euro je Quadratmeter. Dennoch sind bereits alle Wohnungen verkauft oder reserviert, erklärt Sprecher Hesse.

Der Komplex war zwischen 1990 und 1992 schon einmal saniert worden, damals aber noch nicht mit dem nun geplanten Aufwand.
Der Komplex war zwischen 1990 und 1992 schon einmal saniert worden, damals aber noch nicht mit dem nun geplanten Aufwand. © Archivbild/René Meinig