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Baustart an der B 170

Dieses Jahr beginnen endlich die Arbeiten an der Fahrbahn. Entlang der Trasse gibt es künftig auch neueste Technik.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Verena Schulenburg

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Bannewitz. Brummis, Autos – alles rollt über die Bundesstraße B 170 in Bannewitz. Die Straße, die Dresden mit dem Umland bis ins Osterzgebirge verbindet, muss immer mehr Verkehr stemmen. In Höhe des Gewerbegebietes in Bannewitz fahren täglich rund 26 000 Autos und Lkw über den Asphalt. Dieser hat ausgedient. Seit Jahren schon plant das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), die Bundesstraße auszubauen. Die Kreuzung zur Boderitzer Straße ist seit Jahren ein Unfallschwerpunkt. Auch den gilt es zu entschärfen.

Nach zähen Planungen und Bauvorbereitungen rollten im Herbst 2015 die ersten Bagger an. Seitdem wird gebaut – mit ständigen Verzögerungen. Ende Februar sollen nun die Arbeiten zum Ausbau der Bundesstraße in Bannewitz weitergehen. Die SZ gibt einen Überblick, was nun an der Bummelbaustelle geschieht.

Was sind die nächsten Schritte zum Ausbau der B 170 in Bannewitz?

Bis zum Sommer 2017 wurden die Lärmschutzwände und -wälle entlang des etwa zwei Kilometer langen Bauabschnittes vervollständigt. Die Arbeiten zogen sich hin, auch weil es Probleme mit der Lieferung des Materials gab. Nachträglich mussten zudem drei von fünf neuen Wänden von Graffiti bereinigt werden, erklärt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert.

Nach der Winterpause soll nun ab dem 26. Februar der Hochbehälter für ein neues Regenrückhaltebecken gebaut werden. Mit dem eigentlichen Straßenbau rechnet Siebert daher erst im Sommer. Ziel ist es, ab Mitte dieses Jahres die Bundesstraße auszubauen. Insgesamt drei Teilabschnitte sind geplant. Begonnen werde in einem ersten Abschnitt von der Anschlussstelle A 17 bis zur Einmündung Winckelmannstraße in Bannewitz. Hier soll die B 170 künftig vierspurig werden, also zwei Fahrstreifen in jede Richtung.

Die weitere Verkehrsführung wird derzeit noch geplant. Für den letzten Teilabschnitt und damit auch dem wichtigen Ausbau der Kreuzung mit der Boderitzer Straße wurden mehrere Varianten mit der Gemeinde Bannewitz erarbeitet. „Die Abstimmungen laufen noch“, sagt Isabel Siebert. Nach aktueller Planung wird der Knotenpunkt im Frühjahr 2020 ausgebaut. Bis Ende desselben Jahres soll die Baustelle abgeschlossen sein.

Welche Besonderheiten bringt das Bauprojekt noch mit sich?

Mit dem Ausbau der Bundesstraße wird der Verkehr künftig nicht nur sicher durch Bannewitz rollen, sondern auch flüssig. Außerdem ist die Bundesstraße zwischen Bannewitz und der Anschlussstelle Südvorstadt als Testfeld für Intelligente Verkehrssysteme (IVS) von der sächsischen Staatsregierung benannt.

Es ist unter anderem vorgesehen, Ampeln intelligent und vorausschauend miteinander zu verknüpfen, die Verkehrsteilnehmer mit Info-Tafeln über mögliche Verkehrsstörungen sowohl auf der Autobahn als auch im Stadtgebiet Dresden zu unterrichten und schließlich Empfehlungen für Umleitungen zu geben, erklärt Marco Henkel vom Verkehrsministerium. Detaillierte Aussagen zur konkreten Ausstattung und der Inbetriebnahme dieser besonderen Verkehrssysteme seien derzeit aber noch nicht möglich.

Wird eine erneute Vollsperrung der Bundesstraße notwendig sein?

Gänzlich ohne Behinderungen des Verkehrs wird der Ausbau der B 170 in Bannewitz nicht vonstattengehen. „Grundsätzlich sind wir bestrebt, Vollsperrungen zu vermeiden“, sagt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Für den Abschnitt von der Windbergstraße bis zum Ende des Ausbaubereiches kurz vor der Einmündung zur neuen S 191 werde noch nach einer Lösung gesucht, um die Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Hier ist die Straße recht eng und soll daher zweispurig bleiben. Sollte sich jedoch eine Vollsperrung nicht vermeiden lassen, könnte der Verkehr wieder über die Windbergstraße und die Horkenstraße umgeleitet werden. Die Belastung für Anwohner und Verkehr so gering wie möglich zu halten, ist auch im Sinn der Bannewitzer Rathausspitze. Es werde noch geprüft, ob „in gewissen Bereichen unter Vollsperrung“ gearbeitet werden könne, „damit es schneller geht“, erklärt Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos). Er möchte das insgesamt knapp zehn Millionen Euro teure Projekt gern früher zum Abschluss bringen.

Welche Aufgaben hat die Gemeinde Bannewitz in dem Bauvorhaben?

Finanziell beteiligt sich Bannewitz am Ausbau der Kreuzung mit der Boderitzer Straße. Außerdem unterhält die Gemeinde den neuen Regenwasserkanal in den kommunalen Straßen. Abgesehen davon wird die gesamte Baumaßnahme zwischen dem Lasuv und der Gemeinde abgestimmt. Das betrifft beispielsweise die Beschilderung und Beleuchtung, das Erschließen anliegender Baugrundstücke genauso wie das Errichten der Bushaltestellen.

Wichtig sind auch die Wege für Fußgänger und Radfahrer. Neben dem Autoverkehr sollen künftig entlang der Bundesstraße auch Radler sicher rollen können. Von der Anschlussstelle A 17 bis zur Kreuzung Boderitzer Straße wird parallel zur Straße auf 1,3 Kilometer Länge auch ein 2,50 Meter breiter Radweg gebaut. Perspektivisch ist zudem geplant, diesen von der Boderitzer Straße weiter fortzuführen. Diese Planung und der weitere Bau sind Aufgabe der Gemeinde Bannewitz.