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Baustart an Hauptstraße erst später

Die Pläne für das 2,5 Millionen Euro teure Vorhaben in Lomnitz liegen in der Schublade. An einer Stelle gibt es Grundstücksprobleme.

© Archivfoto: Willem Darrelmann

Von Thomas Drendel

Lomnitz. Auf die Erneuerung der Ortsdurchfahrt werden die Einwohner von Lomnitz noch etwas warten müssen. Nach Angaben des Landratsamtes Bautzen verschiebt sich der Baustart auf das Frühjahr des kommenden Jahres. Laut Sprecherin Sabine Rötschke fehlt noch die Zustimmung eines Grundstückseigentümers. „In der Erwartung, dass der letzte Eigentümer kurzfristig seine Zustimmung zum Flächenkauf beziehungsweise der vorübergehenden Nutzung seines Flurstückes erteilt, kann das Baurecht geschaffen werden“, sagte sie. Anschließend könnten die Fördergelder für das rund 2,5 Millionen Euro teure Vorhaben beantragt werden. Voraussichtlich bis Sommer 2020 wird dann die Hauptstraße in mehreren Abschnitten ausgebaut. Dabei muss sie voll gesperrt werden.

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Derzeit ist die Hauptstraße in Lomnitz in einem beklagenswerten Zustand: die Fahrbahn ist geflickt, meist gibt es keine Fußwege, im Winter gefrieren Pfützen auf der Fahrbahn und führen zu gefährlichen Glatteisstellen. Die vorhandene Breite beträgt teilweise deutlich unter sechs Meter. Bus oder Lkw kommen an den schmalen Stellen nicht aneinander vorbei. Auf einer Länge von knapp einem Kilometer von der Kreuzung Großnaundorfer Straße bis zum Abzweig nach Kleindittmannsdorf soll die Straße in Ordnung gebracht werden. Mit dem Umbau erhält die Lomnitzer Hauptstraße eine durchgehende Breite von sechs Metern. Die Fahrbahn ist mit Asphalt bedeckt. An den Rändern wird ein Schnittgerinne aus Pflastersteinen angelegt.

Über die gesamte Länge entsteht ein durchgehender Fußweg. Allerdings kann er wegen der Enge nur auf einer Seite der Straße angelegt werden. Aus dem Grund kann auch kein separater Radweg gebaut werden. Zurzeit sind Fußgänger und Radfahrer in Lomnitz gefährdet, insbesondere Kinder der anliegenden Kindertagesstätte. Auch die schlechte Parkplatzsituation vor der Kita soll angepackt werden. Vor dem Haus richtet das Landratsamt drei Stellflächen für das kurzzeitige Parken ein.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Gemeinschaftsvorhaben der Gemeinde Wachau, mehreren Medienträgern und dem Landkreis Bautzen. Wachau baut einen neuen Regenwasserkanal und den neuen einseitigen Gehweg. Es werden zwei vorhandene Bushaltestellen wieder hergestellt und eine neue errichtet. Die Wasserversorgung Bischofswerda erneuert im Zuge der Baumaßnahme Straßenkappen, Hydranten und einige Hausanschlussleitungen. Durch die Enso werden Masten versetzt und Kabel verlegt. Die Telekom plant den Abbau von Holzmasten, die Umverlegung von Kabeln sowie das Versetzen von Verteilerschränken.

Der erste Bauabschnitt beginnt von Wachau kommend hinter der Kantor-Pech-Straße und endet an der Einmündung „Am Mühlberg“. Der zweite Abschnitt reicht von dort bis zum Bauende an der Kreuzung Großnaundorfer Straße. Dieser Abschnitt wird auf Höhe Fleischerei Böhme nochmals geteilt, um die ständige Erreichbarkeit der Fleischerei abzusichern. Autofahrer müssen sich auf weiträumige Umleitungen einstellen. Für Busse wird eine innerörtliche Umleitung mittels Ampelschaltung sowie eine separate Wendestelle eingerichtet. „Sobald die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt ist und die Baufirma beauftragt wurde, findet eine weitere Einwohnerversammlung statt. Dabei sollen Details des Bauablaufes bekannt gegeben werden“, sagt Sabine Rötschke.