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Baustart auf der Oskarstraße nach 14 Monaten Zwangspause

Seit Freitag laufen die Arbeiten wieder. Es dauert aber noch lange, bis der Umbau erledigt ist.

© Marion Döring

Von Christoph Springer

Baustart am Freitag: Das ist ungewöhnlich und zeigt, auf der Oskarstraße muss es jetzt möglichst schnell gehen. Unmittelbar vor dem Wochenende rückten die Bauleute nach 14 Monaten Zwangspause an, um die brachliegende Schotterpiste für die weiteren Arbeiten vorzubereiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Wärmetrasse unter der Straße, die bis zum Herbst fertig werden soll. Im September soll sie einsatzbereit sein.

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Damit geht eine neue Verkehrsführung einher. Die Wiener Straße ist ab sofort eine Sackgasse, die an der Oskarstraße endet. Aus beiden Fahrtrichtungen kommend müssen die Autos auf die Tiergartenstraße ausweichen. Das gilt auch für die Busse der Linien 61, 63 und 85 zwischen den Haltestellen Tiergartenstraße und Julius-Otto-Straße. Die Haltestelle S-Bahnhof Strehlen befindet sich nun vorübergehend auf der Tiergartenstraße an der Mündung der Oskarstraße. Fahrgäste, die den S-Bahnhof-Strehlen nutzen, müssen bis dorthin etwa 200 Meter Fußweg in Kauf nehmen.

Die Autofahrer müssen weiterhin einen Bogen um die Oskarstraße machen. Einzige Ausnahme: Die Anwohner der Baustelle sollen ihre Grundstücke so gut es geht mit dem Auto erreichen können.

Sie müssen jetzt viel Geduld haben, denn es dauert fast ein Jahr, bis alle Arbeiten abgeschlossen sind. Stadt und Verkehrsbetriebe rechnen mit dem Bauende im Juni 2019. Bis dahin soll auch der Wasaplatz umgestaltet werden. Er bekommt ab Ende 2018 barrierefreie Haltestellen und Radwege.

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Ursache der Baupause in Strehlen war eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen. Am 18. April 2017 verhängte es den Arbeitsstopp, weil es Formfehler beim Planungsverfahren gab. Ein Umweltgutachten fehlte bei der Auslegung der Unterlagen, ein Anwohner klagte deshalb. Das Gutachten wurde nachgereicht, zusätzlich mussten in der Zwischenzeit neue Verkehrsprognose-Zahlen in die Planung eingearbeitet werden. So verlängerte sich die Baupause, die optimistischen Schätzungen zufolge ursprünglich maximal ein halbes Jahr dauern sollte. Die Wartezeit kostete zwischen drei und vier Millionen Euro, erwarten Stadt und Verkehrsbetriebe.