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Baustart für Graffiti-Park am Alexander-Puschkin-Platz

Seit über einem Jahr wird an dem Vorhaben geplant. Jetzt steht die Finanzierung, trotz der angeordneten Haushaltssperre.

Der geplante Graffiti-Park wird gebaut. Das verkündete der amtierende Ortsamtsleiter Christian Wintrich in der jüngsten Pieschener Ortsbeiratssitzung. Bereits in der kommenden Woche sollen die Bauarbeiten auf dem seit Jahren brachliegenden Grundstück an der Ecke Leipziger/Eisenberger Straße beginnen. Schon Ende 2013 wurde das umzäunte Gelände beräumt, Wildwuchs und Müll beseitigt. Seither ist dort nichts geschehen. Nun wird ein öffentlicher Park für die Jugend gebaut.

Die Pläne dafür hat die Landschaftsarchitektin Ina Frantzke entworfen. Sie war von der Stadt beauftragt worden, das rund 2 000 Quadratmeter große Grundstück, das direkt an der Straßenbahnhaltestelle Alexander-Puschkin-Platz stadteinwärts liegt, entsprechend umzugestalten. Erstmals vorgestellt wurden ihre Pläne in der Ortsbeiratssitzung im März dieses Jahres.

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Mehrere Graffiti-Wände sollen zwischen Wiesenflächen als überdimensionierte Ausstellungstafeln angeordnet werden. Diese sind zwischen fünf und zehn Metern lang und 2,50 Meter hoch. Die Wände sollen zunächst aus Holz gebaut werden. Um ihre Standsicherheit zu gewährleisten, werden sie mit Fundamenten im Boden verankert. Pro Wand sind, je nach Länge, zwei bis drei Fundamente notwendig, Die Oberfläche der Graffiti-Tafeln wird mit Siebdruckplatten versehen.

Da der eine oder andere Farbklecks beim Besprühen nach unten tropft, soll um die Wände nur ein einfaches Betonpflaster gelegt werden. Für die leeren Farbdosen sind mehrere Müllbehälter direkt neben den Tafeln vorgesehen. Die Bäume, die bereits auf dem Grundstück stehen, sollen erhalten werden. Ansonsten wird auf dem Areal viel Rasen angelegt, um die Pflege kostengünstig zu halten. Die angrenzende Kleingartenanlage soll durch zusätzliche gepflanzte Sträucher geschützt werden. Sitzgelegenheiten sind in dem Graffiti-Park auch vorgesehen. Frantzke schlägt dafür Betonwürfel vor, die ebenfalls mit Farbe besprüht werden können.

Rund 59 000 Euro kostet der neue Graffiti-Park. Das Geld dafür stammt überwiegend aus dem lokalen Handlungsprogramm für Ordnung und Sauberkeit. Das Pilotprojekt läuft seit 2012 vor allem im Ortsamtsbereich Pieschen und wird nun zum Jahresende eingestellt. (kah)