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Baustart für Hospiz im Juli

Die Baupläne wurden nach Hinweisen von Schiebocker Bürgern geändert. Am 1. Juni werden sie öffentlich vorgestellt.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Voraussichtlich im Juli beginnt der Bau des Hospizes in Bischofswerda „Wir warten noch auf die Abriss- und Baugenehmigung“, sagte René Rixrath, Leiter des Hospizes Siloah in Herrnhut, zum Stand der Vorbereitungen. Bereits zu Jahresbeginn gab es rund um die Fronfeste an der Dresdner Straße Baugrunduntersuchungen. Die gemeinnützige Gesellschaft Christliches Hospiz Ostsachsen mit Sitz in Herrnhut wird Teile der Fronfeste, das älteste erhaltene Gebäude Bischofswerdas, sanieren, Nebengebäude abreißen und einen Neubau mit zwölf Betreuungsplätzen für schwer kranke und sterbende Menschen errichten. Im Jahr 2019 soll die Einrichtung eröffnet werden.

Über den Bau und die Arbeit eines Hospizes informieren Mitarbeiter der Gesellschaft auf einer öffentlichen Veranstaltung am 1. Juni in Bischofswerda. Es ist bereits die zweite Veranstaltung dieser Art. Auf der ersten im November gab es zahlreiche Hinweise von Bürgern. Wo es möglich war, habe man sie in der weiteren Planung berücksichtigt, sagte René Rixrath.

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Fünf-Millionen-Investition

Es wird das erste stationäre Hospiz im Landkreis Bautzen und das zweite nach Herrnhut östlich von Dresden. Die Christliche Hospiz-Gesellschaft, die knapp fünf Millionen Euro in Bischofswerda investieren möchte, sieht Bedarf: Das Hospiz in Herrnhut versorgt schwer kranke Menschen aus ganz Ostsachsen. Dabei müssen Angehörige teilweise sehr weite Wege in Kauf nehmen. Dies führte unter anderem zu Überlegungen, ein weiteres stationäres Hospiz zu errichten. Dadurch können viele Familien unterstützt und entlastet werden, heißt es seitens des Investors. Außerdem wird so die historische Fronfeste saniert und einer sozialen Nutzung zugeführt.

Das Hospiz wird jeden Menschen aufnehmen, unabhängig von Alter, Nationalität und Religionszugehörigkeit. Die Unterbringung und Betreuung ist für die Sterbenskranken und ihre Familien kostenfrei. Die Kosten für einen Platz im Hospiz tragen zu 95 Prozent die Krankenkassen, fünf Prozent übernimmt der Träger. (szo)

Info-Veranstaltung: 1. Juni, 19.30 Uhr, im Kirchgemeindehaus Bischofswerda, Kirchplatz 2