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Baustart im Rabenauer Grund

Der Wanderweg ist vom Junihochwasser stark beschädigt. Noch dieses Jahr will der Forst erste Wiederaufbau-Erfolge.

Von Matthias Weigel

Ende November soll der beliebte Wanderweg im Rabenauer Grund wieder begehbar sein. Das teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst am Mittwochnachmittag mit. Der Weg zwischen Rabenauer Mühle und Freital-Coßmannsdorf war durch das Hochwasser Anfang Juni 2013 stark beschädigt worden, sodass die Strecke seither für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Stellenweise ist der Weg bis zum gewachsenen Felsen weggespült.

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Seit einer Woche nun sind die Bauarbeiten in vollem Gange. In der ersten Bauphase bis Ende November soll der 3,5 Kilometer lange Abschnitt vorwiegend gesichert werden. „Die Arbeiten beinhalten die Wiedererrichtung der Uferböschung sowie die Wiederherstellung des eigentlichen Weges. Der Weg wird dabei in einer Mindestbreite von zunächst anderthalb Metern errichtet“, erklärt Sprecher Konrad Hennersdorf in der Mitteilung. Forstbezirkschef Wolfram Gläser, so heißt es, zeige sich optimistisch, dass die Wanderer das beliebte Ausflugsgebiet noch in diesem Jahr wieder nutzen können.

Weg bleibt vorerst gesperrt

Um den Zeitplan einhalten zu können, wird sowohl von der Rabenauer Mühle als auch von der Coßmannsdorfer Seite aus gebaut. Eine Freitaler Baufirma hat den Zuschlag für die Arbeiten erhalten. Während der Bauzeit bleibt der Grund weiter gesperrt. „Die Ausflügler werden zur eigenen Sicherheit darum gebeten, die Schilder unbedingt zu beachten“, so Hennersdorf.

In der zweiten Bauphase, die im Frühsommer 2014 geplant ist, werden der Weg und die Uferböschungen endgültig fertiggestellt. Der Wiederaufbau sei sehr aufwendig, weil in vielen Abschnitten Uferböschungen und Wege schichtenweise aufgebaut werden müssen.

Auch die Brücken sollen instand gesetzt sowie der Uferbereich mit Erlen bepflanzt werden. Die Pflanzung wird zusammen mit den Schülern und dem Kollegium der Best-Sabel-Mittelschule aus Freital durchgeführt. Wieder aufgestellt werden soll auch die Schutzhütte in der Nähe der Arthur-Lohse-Brücke, die das Hochwasser fortgespült und stark beschädigt hatte.

Der Rastplatz gehört der Enso, die an der Strecke einige Erlebnisbereiche rund um die Energie betreibt. Die neue Schutzhütte will sich die Enso einiges kosten lassen. Rund 15 000 Euro sind kalkuliert. „Wir sehen das als unseren Beitrag bei der Wiederherstellung des Wanderweges im Rabenauer Grund“, erklärte Sprecherin Claudia Kuba jüngst.

Beim Wiederaufbau will der Sachsenforst jedoch auch dafür sorgen, dass künftige Hochwasser weniger Schaden anrichten. Bereits 2002 war, damals aber ein viel größerer Teil samt den Brücken, beschädigt oder zerstört worden.„Durch eine konsequente Wegführung am Hang wird dem Wasser nun in dem jetzt betroffenen Bereich noch mehr Platz als bisher gegeben“, so Hennersdorf.

Möglich macht den Wiederaufbau des Weges eine Vereinbarung mit der Stadt Rabenau, die vergangene Woche geschlossen worden ist. Demnach kann der Forst die Maßnahme alleinverantwortlich planen und durchführen lassen. Das Ganze soll aus Mitteln des Aufbauhilfefonds für Hochwasserschäden finanziert werden. Ungeklärt ist nach wie vor die Frage, wer den Weg künftig betreut. Die Stadt Rabenau und der Forst liegen dazu im Streit. Das Kriegsbeil wurde aber für einen zügigen Wiederaufbau vorerst begraben. Der Weg hat große Bedeutung für die Naherholung, den Tourismus und Anlieger. Der Großteil des Waldes und des Weges hier ist Staatswaldvermögen des Freistaates, das von Sachsenforst bewirtschaftet wird.

Den Arbeiten vorausgegangen waren umfangreiche Projektierungsarbeiten durch ein Dippoldiswalder Ingenieurbüro, Abstimmungen zwischen Nutzern, Behörden und Interessengruppen und etliche Genehmigungen bei den zuständigen Behörden. Grund für den Aufwand: Der Rabenauer Grund liegt innerhalb eines Flora-Fauna-Naturschutzgebietes. Der Wiederaufbau muss deswegen unter Berücksichtigung eines möglichst geringen Eingriffs in die Natur erfolgen.