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Sebnitz

Baustart am neuen Jugendzentrum

Mit kleineren coronabedingten Verzögerungen geht es jetzt in Langenwolmsdorf los. Das waren aber nicht die einzigen Hürden.

Ein Bagger rückt dem ehemaligen Kinder- und Jugendzentrum hinter dem Pfarrhaus an die Mauern.
Ein Bagger rückt dem ehemaligen Kinder- und Jugendzentrum hinter dem Pfarrhaus an die Mauern. © Daniel Schäfer

Mitten in Corona haben die Bauarbeiten am Kinder- und Jugendhaus HuGO (Haus unter Gottes Obhut) gleich hinter dem Pfarrhaus im Stolpener Ortsteil Langenwolmsdorf begonnen.  Der Start war wegen der Einschränkungen durch Corona alles andere als leicht. Doch nun geht es los. Vorgesehen ist, das Vorhaben in mehreren Bauabschnitten umzusetzen. Zuerst wurde der alte Schuppen, also der bisherige Treff, abgerissen. Der wird durch einen Neubau ersetzt. Auf zwei Etagen ist dann hier künftig Platz für die Kinder und Jugendlichen. Eigene Sanitäranlagen und eine Heizung gehören da mit dazu. 

Das Unterteilen in mehrere Abschnitte hat aber auch den Vorteil, das gleichzeitig Vorarbeiten für das Gesamtprojekt mit angegangen werden. Beispielsweise wird die Heizung so vorbereitet, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch die Heizung im Pfarrhaus mit erneuert werden könnte. Außerdem wird eine Toilette für die Friedhofsbesucher eingebaut. Die gab es bislang nicht. Und das sorgte bei so manchem Besucher schon für arge Probleme. Bei Veranstaltungen oder auch Beerdigungen wird das Pfarrhaus zwar aufgeschlossen. Für den täglichen Friedhofsbesuch gab es aber bislang noch keinen Ort für die dringende Notdurft. Später im Jahr geht es dann im Ersatzneubau innen weiter. In weiteren noch folgenden Abschnitten sind der Ausbau der Räume im Haupthaus, die Fassade, das Dach und die Außenanlagen geplant.   

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Nicht nur der Baustart, sondern auch die Vorgeschichte war alles andere als einfach und geht mittlerweile schon einige Zeit. Michael Hänsel wohnt nicht nur im Langenwolmsdorfer Pfarrhaus. Er betreut auch den Kinder- und Jugendtreff der Kirchgemeinde im HuGO (Haus unter Gottes Obhut) kennt sie bestens. Seit mittlerweile 15 Jahren gibt es den Jugendtreff.

 Und der habe sich richtig gut entwickelt.  Gemeinsam mit der Kirchgemeinde wurde deshalb an einer Vision gearbeitet, den gesamten Pfarrhaus-Komplex samt Schuppen so umbauen zu lassen, dass er als offener Gemeindetreff auch baulich den Anforderungen entspricht. Das Projekt wurde bei der Leader-Regionalstelle vorgelegt - und zunächst abgewiesen, da es damals in kein Förderprogramm gepasst hat. Für Michael Hänsel und Stolpens Pfarrer Christian Heurich kein Grund aufzugeben. Es wurde nach anderen Möglichkeiten gesucht. 

Spenden für das Jugendhaus

Zum Glück hatte das Leader-Regionalmanagement seine Förderstrategien gerade an die neuen Bedürfnisse angepasst. Und damit bekam auch das Langenwolmsdorfer Projekt eine neue Chance. Angesichts der geschätzten Bausumme von 484.000 Euro ist man auf Fördermittel angewiesen. Ende letzten Jahres konnte die Kirchgemeinde aufatmen. Das Leader-Regionalmanagement gibt einen Zuschuss in Höhe von 125.000 Euro. Die Landeskirche unterstützt das Vorhaben mit 270.000 Euro. Die noch verbleibende Summe muss die Kirchgemeinde selbst aufbringen. Deshalb werden jetzt schon fleißig Spenden gesammelt. Denn ganze 60.000 Euro sollen über Spenden eingenommen werden.  Die Kirchgemeinde ist da zuversichtlich. Schließlich wolle man mit dem Projekt auch den gesamten Ort für Menschen stärken, die jetzt und Zukunft gestalten werden, also die Kinder, Jugendlichen und Familien. Und das heißt auch, dass der Treff für die gesamte Dorfgemeinschaft offen ist.

Spendenkonto: Kontoinhaber: Kassenverwaltung Pirna IBAN: DE33 3506 0190 1617 2090 19 BIC: GENODED1DKD Verwendungszweck: HuGO-Eigenmittel

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