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Kamenz

Baustellenärger in Bretnig

Eine Straßensperrung bringt derzeit Bretniger auf die Palme. 

Im Bereich des Klinkenplatzes in Bretnig wird derzeit eine Brücke gebaut. Für Anwohner ist das mit einigen Schwierigkeiten verbunden. © Matthias Schumann

Bretnig. Der Großröhrsdorfer Ortsteil Bretnig lebt derzeit mit einer Großbaustelle. Und offenbar mehr schlecht als recht – die Anlieger zumindest. Die Baustelle ist mit Einschränkungen verbunden. Erneuert wird eine Brücke am Klinkenplatz an der S 56, einem Autobahnzubringer und damit einer wichtigen Trasse. Die wurde am Klinkenplatz für den Bau voll gesperrt.

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Anwohner und Gewerbetreibende im Wohngebiet um die Adolph-Zschiedrich-Straße unweit der Baustelle sind derzeit unzufrieden mit der Situation. Dabei geht es um die Verkehrsregelungen, die die Verkehrsbehörde des Kreises getroffen hat. Das kritisieren Anwohner wie Rüdiger Lösche, der auch ein Gewerbe hat, das unter den Sperrungen leidet. Er sei da nicht der Einzige. Anwohner hätten sich mittlerweile auch zusammengetan, um mit stärkerer Stimme sprechen zu können. Denn sie müssten derzeit eine Umleitung von etwa zwölf Kilometern in Kauf nehmen, um an ihre Grundstücke zu kommen. Es sei denn, sie nutzen illegale Wege. Aber das sei eben auch durchaus riskant. Die Polizei könnte kontrollieren oder es passiert ein Unfall. Das hätte dann teure Konsequenzen, wenn der Kraftfahrer die Verkehrszeichen missachtet hat und die gesperrte Trasse illegal befährt. Die Schleichwege seien zudem eng und auch noch durch Verkehrsanlagen wegen des Straßenbaus zusätzlich behindert. Der Bus dürfe die kleine Umleitung allerdings offiziell nutzen.

Landkreis machte einen Rückzieher

Die Stadt hatte die Anwohner an den Kreis verwiesen. Der sei zuständig. Rüdiger Lösche: „Es muss auch für die Anwohner eine erträgliche Lösung gefunden werden. Dazu habe es den Kontakt zur Kreisbehörde bereits gegeben und wohl auch die Zusage, dass Veränderungen im Schilderwald kommen sollen. Die Bürger waren froh. Doch mittlerweile habe der Kreis wieder einen Rückzieher gemacht, sagt der Bretniger. Vielleicht sollten die Anwohner auch schon eher einbezogen werden. In einer Einwohnerversammlung hätte man miteinander reden können. So wäre vielleicht auch eine Baustellenampel weniger hinderlich aufgestellt worden. Auch beim Schulweg der Kinder gebe es wohl Unsicherheiten.“ Soweit die Geschichte der Anwohner. Wie lässt sich die Situation nun verbessern? Immerhin soll ja noch bis November gebaut werden. Der Ball ist beim Landratsamt. Pressesprecherin Sarah Günther schreibt: „Wir prüfen derzeit, die für den Bus eingerichtete ortsnahe Umleitungsstrecke auch für den Pkw- und Zweiradverkehr freizugeben. Dazu sind aber noch Abstimmungen erforderlich.“ In der Kreisbehörde gehe man derzeit davon aus, die Regelung in der nächsten Woche in Kraft zu setzen.

Die Röderbrücke ist ein Vorhaben aus dem 100-Bauwerke-Programm, einem Sanierungsprogramm des Freistaates Sachsen. Bei der Prüfung des Bauwerkes seien Schäden am Überbau, am Gehweg und am Geländer festgestellt worden. Der Ersatzneubau wird aus Stahlbeton-Fertigteilen errichtet und kostet voraussichtlich 535 000 Euro.