merken

Bautzen schrumpft: Weniger als 40 000 Einwohner

Nach zwei Jahren Zugewinn leben wieder weniger Menschen in der Stadt. Ein Trend, der sich fortsetzen wird.

© Uwe Soeder

Bautzen. Die Einwohnerzahl von Bautzen sinkt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, leben seit Kurzem wieder weniger als 40 000 Menschen in der Stadt. Diese Entwicklung hat vor allem zwei Gründe. Zum einen ist es der Rückgang der Asylbewerberzahlen. Zum anderen kamen 2017 weniger Kinder zur Welt. Offiziell hatten Ende Dezember 39 973 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Bautzen – 477 weniger als ein Jahr zuvor.

Großes Glück kann so klein sein

Hellwach oder im lieblichen Schlummer zeigen sich die süßen Babys. In unserer Themenwelt Stars im Strampler gibt es den Nachwuchs zu sehen.

Konkret betrug die Zahl der Neugeborenen im vergangenen Jahr 376 – 13 Prozent weniger als 2016. Die Zahl der Sterbefälle blieb mit 573 ungefähr gleich.

Auch bei den Fortzügen zeigt sich eine stabile Entwicklung: 2 400 Menschen verließen die Stadt, so viele wie 2016. Demgegenüber standen aber weniger Zuzüge: rund 2 100 statt 2 400. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die sinkenden Asylbewerberzahlen. Flüchtlinge werden in der Statistik als Einwohner geführt – auch wenn sie zum Beispiel zentral in Heimen untergebracht sind. 2017 wurden rund 600 Zuzüge von Ausländern nach Bautzen gezählt, 2016 waren es noch rund 900. Diese Zahlen beziehen sich allerdings nicht nur auf Asylbewerber, sondern auf alle Einwohner ohne deutschen Pass. Insgesamt liegt der Ausländeranteil bei 4,5 Prozent.

Die Einwohnerzahl von Bautzen ist in den vergangenen Jahren fast durchgehend gesunken. Wegen des Zuzugs von Flüchtlingen stieg sie 2015 und 2016 zwar kurzzeitig an. Prognosen gehen aber für die nächsten Jahre von einem weiteren Rückgang aus. Laut Vorhersage leben 2030 noch 38 500 Menschen in der Stadt. (SZ)