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Wie Marmelade Bautzens Innenstadt beleben soll

Ein Unternehmer verschenkt 500 Gläser mit süßem Aufstrich an Händler, Gastronomen und Kulturakteure. Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund.

Werben gemeinsam für die Aktion "Unsere Innenstädte brauchen uns": Jan Kubasch von Fuß und Schuh, Carola Bauriedel vom Geschäft Moosmutzel, Juwelier Ivo Scholze, Bodo Siegert vom Mönchshof und Martin Bäns von der Bautzener Marmeladenmanufaktur (v.l
Werben gemeinsam für die Aktion "Unsere Innenstädte brauchen uns": Jan Kubasch von Fuß und Schuh, Carola Bauriedel vom Geschäft Moosmutzel, Juwelier Ivo Scholze, Bodo Siegert vom Mönchshof und Martin Bäns von der Bautzener Marmeladenmanufaktur (v.l © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. „Es ist 5 vor 12! Unsere Innenstädte brauchen uns!“, steht auf dem Deckel der Marmeladengläser, die Martin Bäns an Gewerbetreibende in Bautzen überreicht. 500 Stück verschenkt der Geschäftsführer der Ersten Bautzener Marmeladenmanufaktur an Händler, Gastronomen und Kulturakteure. Diese können die Gläser dann mit einem Gruß versehen an ihre Kunden weitergeben. Oder eine Tombola oder ein Gewinnspiel damit starten. „Wir hoffen, damit ein bisschen bei der Kundenbindung unter die Arme greifen zu können und gemeinsam etwas für unsere Bautzener Innenstadt zu tun“, sagt Martin Bäns.

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Die Idee dazu kam ihm letztes Jahr im Herbst und habe sich beim Rühren der Marmelade immer weiter entwickelt. „Durch meine Lieferbeziehungen kenne ich die Lage der Händler und Gastronomen“, sagt der Bautzener. „Ich hoffe, durch diese Aktion auf die Situation der Einzelhändler und der Innenstadt aufmerksam zu machen.“ Denn die Innenstadt lebe nun einmal vor allem von den Läden, Restaurants und Cafés - und die sind im Lockdown weitgehend geschlossen.

Für mehr Miteinander und Wir-Gefühl

Neben dem Marmeladenglas gibt es außerdem ein Plakat der Aktion fürs Schaufenster sowie Kärtchen mit der Botschaft „Gemeinsam für unser Bautzen“. Diese können die Händler ganz unterschiedlich nutzen, sagt Martin Bäns: „Sie können ihren Kunden einen kleinen Gruß hineinschreiben, ein Dankeschön für den Einkauf.“ Man könne aber auch in der angehängten Karte einen Gutschein verstecken – zum Beispiel für ein Freigetränk beim nächsten Restaurantbesuch.

Es ist jetzt wichtig, dass die Kunden regelmäßig wiederkommen“, betont Bäns. Und er möchte mit der Aktion auch wieder für etwas mehr Miteinander und Wir-Gefühl sorgen, wie er sagt. Wer will, könne auch nur die Plakate bestellen und die Aktion anderweitig ausbauen. „Viele kleine Ideen können etwas Großes schaffen, wenn wir alle gemeinsam anpacken und auch neue Wege bestreiten.“

Schon über 200 Gläser bestellt

Vor einer Woche hat Martin Bäns das erste Mal auf die Aktion aufmerksam gemacht. Wenige Tage später waren schon über 200 Gläser bestellt, erzählt er. Unter anderem von der Modeboutique E. Elle, Juwelier Scholze und dem Schuhladen "Fuß und Schuh". „Als Martin Bäns mir von der Aktion erzählt hat, war ich sofort begeistert“, sagt Jan Kubasch von "Fuß und Schuh", der 50 Marmeladengläser bestellt hat. „Sie bietet nicht nur einen Mehrwert für unsere Läden, sondern für die ganze Stadt.“

Wer die Aktion gut findet, kann auch über die 500 ersten Gläser hinaus noch bestellen. Dabei gehen dann pro Glas 20 Cent an den Sonnenstrahl-Verein, einen Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche. „Ich freue mich, wenn die Aktion angenommen wird und ich einigen Akteuren in der Innenstadt helfen kann“, sagt Bäns.

Informationen und Bestellungen: www.bautzener-marmelade.de.

Mit dem besonderen Etikett will die Bautzener Marmeladenmanufaktur auf die durch Corona schwierige Lage der Einzelhändler und Kulturtreibenden der Stadt aufmerksam machen.
Mit dem besonderen Etikett will die Bautzener Marmeladenmanufaktur auf die durch Corona schwierige Lage der Einzelhändler und Kulturtreibenden der Stadt aufmerksam machen. © SZ/Uwe Soeder

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