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Bautzen: Neubau fürs Sorbische Ensemble

2,5 Millionen Euro fließen in die Sanierung der Spielstätte an der Vogelkreuzung. Die wird sich künftig völlig neu präsentieren.

In diesen Neubau am Sorbischen National-Ensemble in Bautzen sollen unter anderem Ballettsaal und Chorräume einziehen.
In diesen Neubau am Sorbischen National-Ensemble in Bautzen sollen unter anderem Ballettsaal und Chorräume einziehen. © Visualisierung: Stefan Mundt

Bautzen. Das Sorbische National-Ensemble in Bautzen wird zur Baustelle: Für knapp 2,5 Millionen Euro wird der Südtrakt des Hauses mit Ballettsaal und weiteren Räumen für Künstler durch die Stiftung für das sorbische Volk saniert. „Mit dieser Baumaßnahme ist die Generalüberholung des Hauses und der Umbau von einer Übungs- zur Spielstätte nach über fünf Jahren abgeschlossen“, sagte Stiftungsdirektor Jan Budar beim Pressegespräch am Mittwoch.

Der Abriss des alten Ballettsaals beginnt am 19. Oktober. Bereits jetzt sind die Tänzer aus ihrem alten Domizil ausgezogen. Wie auch das Orchester proben sie bis auf Weiteres in den ehemaligen Theaterwerkstätten in der Wilthener Straße. Finanziert wird das Projekt durch Sachsens Kulturministerium mit 2,12 Millionen Euro aus Mitteln der Parteien und Massenorganisationen der DDR, den sogenannten SED-Millionen. Dazu kommt ein Eigenanteil von 350.000 Euro. Träger des SNE ist die Stiftung für das sorbische Volk. 

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Zum ersten Bauabschnitt gehörten 2014/2015 die Sanierung der Röhrscheidtbastei und des Hauptgebäudes mit Probe- und Vorstellungssaal. In die Baumaßnahme flossen 1,7 Millionen. „Schon damals war klar, dass es im Südtrakt weitergehen muss. Dort gibt es zum Beispiel keine klare Trennung zwischen den einzelnen Nutzungsbereichen für Publikum, Künstler und Verwaltung“, sagt Jan Budar.

Mehr Platz für Proben

So mussten teilweise Musiker und Sänger auf dem Weg zu ihrem Auftritt zwischen wartenden Gäste hindurch laufen. Schon lange fehlte es für die Mitglieder von Orchester, Chor und Ballett an ausreichenden Proben-, Garderoben- und Einspielräumen. Das Gebäude entspricht zudem nicht mehr den technischen Standards. Hintergrund des Umbaus ist zudem, dass das ehemalige Tourneetheater seit einigen Jahren sein Programm vor Ort erweitert hat.

Die Planungen sehen nun vor, einen neuen Anbau für den Eingangsbereich zu schaffen, sodass sich die „Besucher willkommen fühlen“, so Budar. Außerdem wird nach dem Abriss des alten Ballettsaals und von zwei daneben liegenden Garagen ein zweigeschossiger Erweiterungsbau errichtet. In diesen Neubau mit Glasfassade sollen unter anderem die Probenräume für den Chor und das Ballett, ein Besprechungsraum, der Einspielraum und Umkleideräume einziehen. Auch sollen durch die Neugestaltung des Südtraktes an der Vogelkreuzung Vorbereitungsflächen für Szenen- und Bühnenbildwechsel geschaffen werden. Investiert wird zudem in die Infrastruktur des Theaterbetriebs, zum Beispiel eine sogenannte Durchrufeanlage. Damit holen Inspizienten die Künstler zur richtigen Zeit zum Auftritt auf die Bühne.

Jan Budar, Direktor der Stiftung für das Sorbische Volk, zeigt, wo der Neubau am Sorbischen National-Ensemble in Bautzen entstehen soll.
Jan Budar, Direktor der Stiftung für das Sorbische Volk, zeigt, wo der Neubau am Sorbischen National-Ensemble in Bautzen entstehen soll. © SZ/Uwe Soeder

Neuer Anblick im Stadtbild

Mit dem Umbau soll sich auch das Gesicht des Sorbischen National-Ensembles im Bautzener Stadtbild verändern. „Wir wünschen uns, dass man schon von außen erkennt, dass in diesem Haus Kultur gemacht wird. Wir sind dankbar, dass das umfangreiche Bauprojekt jetzt beginnt“, sagt SNE-Geschäftsführerin Diana Wagner.

Für einige der eigenen Veranstaltungen ist das Drei-Sparten-Haus derzeit noch auf der Suche nach Interimsspielstätten, weil der Saal während der Bauarbeiten nicht genutzt werden darf. Unter anderem werden Programme im Bautzener Theater zu erleben sein. Nach derzeitigen Planungen soll die Baumaßnahme Ende 2022 abgeschlossen sein.

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