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Bornitz: Asphalt ersetzt holpriges Pflaster

Straßenbelag, Entwässerung, Bushaltestelle - alles wird neu auf der Hauptstraße des Radiborer Ortsteils. So sehen die Pläne aus.

Für den Ausbau der Straße durch den Radiborer Ortsteil Bornitz haben sich vier Partner zusammengeschlossen. Für die Gemeinde Radibor sitzt Bürgermeisterin Madeleine Rentsch mit am Tisch. Ihr Part ist der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle.
Für den Ausbau der Straße durch den Radiborer Ortsteil Bornitz haben sich vier Partner zusammengeschlossen. Für die Gemeinde Radibor sitzt Bürgermeisterin Madeleine Rentsch mit am Tisch. Ihr Part ist der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle. © Steffen Unger

Radibor. Auf der Dorfstraße im Radiborer Ortsteil Bornitz gibt es allerhand zu tun: Neue Trinkwasserleitungen und Regenwasserkanäle müssen verlegt, das ausgefahrene Granitpflaster durch Asphalt ersetzt und die Bushaltestelle umgebaut werden.

Damit das gelingt, haben sich vier Akteure zusammengetan. Der Abwasserzweckverband Kleine Spree, der Landkreis Bautzen, die für die Wasserversorgung zuständigen Kreiswerke Bautzen und die Gemeinde Radibor verfolgen dabei dasselbe Ziel: Durch gemeinsame Planungen kostensparend und effizient arbeiten. "Wenn wir bauen, dann bauen wir das alles auf einmal", macht Andreas Skomudek, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes, klar. Seinem Unternehmen kommt die wichtigste Aufgabe zu: Das Gefälle der Dorfstraße führte bei starkem Niederschlag immer wieder dazu, dass Schlamm und Wasser auf ein einzelnes Grundstück flossen. Damit soll nun Schluss sein.

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Bushaltestellen müssen barrierefrei werden

Als die anderen Partner mit den Planungen für das Gemeinschaftsvorhaben begannen, war Madeleine Rentsch (Heimatfreunde Milkel) noch mitten im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Radibor. Erst im November letzten Jahres stieß die Gemeindechefin daher zum Planungsteam. Eigentlich zu spät. Aber ihr Anliegen stieß auf Gehör: "Wenn die Maßnahme durchgeführt worden wäre ohne, dass wir im selben Atemzug die Bushaltestelle im Ortskern neu errichten, hätten wir nie wieder die Möglichkeit gehabt, dort irgendetwas anzubauen", erklärte Madeleine Rentsch auf der Gemeinderatssitzung am Mittwoch.

Den Ist-Zustand beibehalten, konnte die Gemeinde aber auch nicht, denn bis zum Beginn des kommenden Jahres sind alle Gemeinden im Landkreis angehalten, ihre Bushaltestellen barrierefrei zu gestalten. Um das in Bornitz zu ermöglichen, musste die Planung geändert werden. Die Straße durch den Ort bekommt künftig einen neuen Bogen. Links und rechts der Fahrbahn entsteht so ausreichend Platz für die behindertengerechten Haltestellen.

80.000 Euro werden sie die Gemeinde kosten - neues Wartehäuschen inklusive. Dafür, versichert Madeleine Rentsch aber, wird das Ergebnis des Umbaus den Vorgaben des Landkreises zum barrierefreien Ausbau von Haltestellen in jedem Punkt entsprechen. Das begrüßt auch der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon), der den barrierefreien Ausbau von Haltestellen mit Förderung von 90 Prozent der Planungskosten und zwischen 20 und 75 Prozent der Baukosten unterstützt. Auch zum Ausbau der Bornitzer Haltestelle läge ein entsprechender Antrag vor, informiert Sprecherin Sandra Trebesius.

Während der Bauzeit wird die Straße voll gesperrt

Insgesamt rechnen alle Beteiligten derzeit mit Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro brutto, um den 500 Meter langen Straßenabschnitt grundlegend neu zu gestalten. Gebaut werde unter Vollsperrung, informiert das Landratsamt. Der Verkehr werde über die Straßen zwischen Neu-Bornitz und Luttowitz sowie zwichen Luttowitz und Radibor umgeleitet. Die Grundstücke aber, fügt die Bürgermeisterin hinzu, werden für die Bornitzer jederzeit erreichbar bleiben. Stattfinden sollen die Arbeiten zwischen dem 6. April und Anfang Dezember dieses Jahres. Sollte es in diesem Jahr nach der Corona-bedingten Absage 2020 wieder möglich sein, ein Osterreiten durchzuführen, informiert Madeleine Rentsch, werde der Zug vor Baubeginn noch durch Bornitz reiten können.

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