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Bautzen: Neuer Möbelmarkt kommt später

Ursprünglich wollte der Discounter Sconto ab Ende 2021 im Gewerbegebiet Bautzen-Ost bauen. Jetzt liegt die Baugenehmigung vor, doch etwas anderes fehlt noch.

Von Tilo Berger
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Auf dieser freien Fläche im Gewerbegebiet Bautzen-Ost will der Möbeldiscounter Sconto einen neuen Markt bauen - nur durch eine Straße getrennt vom Konkurrenten Roller.
Auf dieser freien Fläche im Gewerbegebiet Bautzen-Ost will der Möbeldiscounter Sconto einen neuen Markt bauen - nur durch eine Straße getrennt vom Konkurrenten Roller. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Im Frühjahr 2018 hatte der Möbeldiscounter Sconto seine Ansiedlung in Bautzen angekündigt, doch ein Baukran dreht sich dreieinhalb Jahre später noch immer nicht. Das dürfte sich aber bald ändern.

Planungsrecht für den Neubau besteht schon länger, berichtet Markus Gießler von der Stadtverwaltung Bautzen. In der vergangenen Woche wurde nun auch die "komplexe Baugenehmigung" erteilt. Das heißt, der Investor kann loslegen.

Zwei Prüfungen stehen dem Baustart noch im Weg

Das wird geschehen, sobald die letzten Prüfungen für Statik und Brandschutz über die Bühne sind, kündigt Edda Metz an. Sie gehört zur Geschäftsführung der Krieger Projektentwicklungsgesellschaft in Schönefeld bei Berlin. Dort hat die Projektfirma die gleiche Geschäftsadresse wie der Möbelriese Höffner und dessen Tochterfirma Sconto, in deren Auftrag die Firma Krieger arbeitet. Zu einem konkreten Termin für den Baustart möchte sich Edda Metz gegenwärtig noch nicht äußern.

Entstehen soll der Markt auf der rund 2,3 Hektar großen freie Fläche zwischen McDonalds und dem Briefzentrum der Deutschen Post. Bislang wurde diese Fläche landwirtschaftlich genutzt. Sconto hat das Areal im Herbst 2018 gekauft. Die Stadt Bautzen erhielt dafür rund 207.000 Euro.

Ansiedlung direkt neben einem Konkurrenten

Der geplante Sconto-Markt soll noch etwas größer werden als der Konkurrent Roller. Die Märkte werden nur durch eine Straße voneinander getrennt.

Beide gehören zu den größten Möbelhandelsunternehmen in Deutschland. Dem Magazin Deutscher Möbelhandel zufolge führt Ikea die Topliste der Händler mit einem Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro an, gefolgt von XXX-Lutz inklusive Poco mit knapp 4,3 Milliarden Euro und Höffner einschließlich Sconto mit rund 2,9 Milliarden Euro. Die Tessner-Gruppe, zu der auch Roller gehört, rangiert mit rund 1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz auf Platz fünf. Die Zahlen stammen von 2019, also vor Corona. Aktuellere sind noch nicht veröffentlicht.