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Großdubrau: So schön ist es jetzt in der Oberschule

Anstelle der Aula sind im Obergeschoss vier Klassenzimmer entstanden. Außer mehr Platz gibt es nun noch etwas, das an der Schule bisher fehlte.

Schulleiterin Tina Koppatsch unterrichtet die Fächer Deutsch und Gemeinschaftskunde inzwischen am liebsten im neugestalteten Dachgeschoss der Freien Oberschule in Großdubrau.
Schulleiterin Tina Koppatsch unterrichtet die Fächer Deutsch und Gemeinschaftskunde inzwischen am liebsten im neugestalteten Dachgeschoss der Freien Oberschule in Großdubrau. © SZ/Uwe Soeder

Großdubrau. Tina Koppatsch, die Leiterin der Freien Oberschule in Großdubrau, ist begeistert: "Die neuen Möglichkeiten hier sind sensationell", sagt sie und meint die vier neuen Unterrichtsräume, die sich dank mobiler Trennwände in der Größe variieren lassen; aber auch das großzügige Vorbereitungszimmer mit viel Stauraum für das Unterrichtsmaterial. Vor allem aber meint die Rektorin, die als Pädagogin auch die Fächer Deutsch und Gemeinschaftskunde unterrichtet, die neuen digitalen Tafeln.

Geübt zeigt sie im Computerkabinett deren Möglichkeiten, wechselt geschwind zwischen Browserfenster und Tafelfunktion hin und her, ändert den Hintergrund des Displays auf Dunkelgrün und die Schreibfarbe auf Weiß - und findet: Nostalgischer Schmerz sei beim Abschied von der herkömmlichen Kreidetafel kaum angebracht. Im Gegenteil: "Wenn man bedenkt, dass wir früher mit Folien und Polylux hantieren mussten, um ein Schaubild schnell ins Klassenzimmer zu bringen, ist das schon toll", schwärmt sie.

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Drei der modernen interaktiven Displays wurden für die Oberschule angeschafft. "Die größten, die es derzeit auf dem Markt gibt", sagt Tina Koppatsch stolz. Mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: "Ich will eigentlich gar nicht mehr in den unteren Etagen unterrichten."

Der Umbau war schon lange geplant

Während sie das sagt, steht die Schulleiterin im neuen Computerkabinett im Dachgeschoss der Oberschule. Bis 2019 wurde die rund 430 Quadratmeter große Fläche als Aula genutzt. Weil das Raumangebot im restlichen Schulgebäude nicht mehr ausreichte, entschied sich der Förderverein als Schulträger bereits vor einigen Jahren für den Umbau des Versammlungsraumes. Um vier neue Klassenzimmer zu schaffen und den Brandschutz im Dachgeschoss auf den erforderlichen Stand zu bringen, erhielt er Fördermittel in Höhe von 435.000 Euro vom Freistaat. Die Förderzusage kam im Februar 2019.

So sah es im Dachgeschoss der Oberschule vor zwei Jahren noch aus. Der große Raum diente als Aula. Inzwischen hat sich hier alles verändert.
So sah es im Dachgeschoss der Oberschule vor zwei Jahren noch aus. Der große Raum diente als Aula. Inzwischen hat sich hier alles verändert. © Archivbild: SZ/Uwe Soeder

"Weil die Maßnahme schon so lange geplant war, hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits alle Vorbereitungen getroffen und konnten sofort mit den Abrissarbeiten beginnen", sagt Dana Witt, die Geschäftsführerin des Fördervereins. In Summe habe der Umbau einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet, fährt sie fort - wesentlich mehr als ursprünglich geplant. Denn die Arbeiten beschränkten sich nicht nur auf den Innenbereich des großen Saales.

Helle Unterrichtsräume dank neuer Gauben

Um das vorhandene Platzangebot optimal nutzen zu können, wurden in das Spitzdach lange Gauben eingezogen. Durch deren Fenster fällt inzwischen jede Menge Tageslicht in die neuen Unterrichtsräume. Die Einrichtung mit neuen Möbeln musste der Verein allerdings gänzlich ohne Fördermittel finanzieren. "Die Mittel aus dem Digitalpakt Schule haben uns da natürlich gut in die Hände gespielt", sagt Dana Witt. Denn so konnte Technik wie eben die interaktiven Tafeln angeschafft werden.

Die Schulung der Lehrkräfte in der Bedienung der neuen digitalen Möglichkeiten übernahm die Informatiklehrerin der Schule. Das hat gut funktioniert, findet Tina Koppatsch. "Natürlich braucht es dafür Interesse und Zeit", fügt sie hinzu.

Seit der Unterricht wieder möglich ist, kommen auch die ersten der insgesamt 177 Schüler in den Genuss der neuen Räume mit ihrer auffällig angenehmen Akustik. Offiziell eingeweiht ist das Dachgeschoss aber noch nicht. "Eigentlich hatten wir nach der Fertigstellung eine große Feier geplant", sagt Dana Witt. Die, verspricht sie aber, wird ganz sicher nachgeholt, sobald die Corona-Schutzbestimmungen einen angemessenen Festakt wieder zulassen.

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