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Talsperre Bautzen: Gesundheitsamt rät vom Baden ab

Schon vor einigen Tagen war ein Blaualgen-Befall im Stausee festgestellt worden. Jetzt gibt es deshalb eine deutliche Warnung.

So sah es an der Talsperre Bautzen vor einem Jahr aus. Auch jetzt rät das Gesundheitsamt wegen Blaualgenbefall wieder vom Baden im Stausee ab.
So sah es an der Talsperre Bautzen vor einem Jahr aus. Auch jetzt rät das Gesundheitsamt wegen Blaualgenbefall wieder vom Baden im Stausee ab. © Archivfoto: Steffen Unger

Bautzen. Schlechte Nachricht für Besucher der Bautzener Talsperre: Das Gesundheitsamt rät derzeit vom Baden in dem Gewässer ab. Das teilt das Landratsamt mit. Die Behörde rät:

  • Vermeiden Sie das Baden, wenn Sie bereits in knietiefem Wasser Ihre Füße nicht mehr sehen oder wenn Schlieren auf dem Wasser sichtbar sind.
  • Achten Sie darauf, kein blaualgenhaltiges Wasser zu schlucken.
  • Lassen Sie aus Vorsorgegründen Kinder nicht mehr im Wasser baden, planschen und spielen.
  • Falls nach dem Baden in stark blaualgenhaltigem Wasser Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Hautreizungen auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
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Noch vor wenigen Tagen hatte das Landratsamt das verstärkte Vorkommen der Algen in der Talsperre zwar bestätigt, aber noch nicht vom Baden abgeraten.

In geringen Mengen kommen Blaualgen in fast jedem Gewässer vor. Problematisch wird es dann, wenn sie sich massenhaft vermehren. Das passiert laut Landestalsperrenverwaltung Sachsen vor allem bei hohen Temperaturen. Blaualgen werden häufig in Ufernähe und Buchten angeschwemmt oder zu dichten bläulich schimmernden, schlieren- oder rahmartigen Teppichen zusammengeschoben. In hoher Konzentration sorgen sie für eine geringe Sichttiefe im Badegewässer.

Bei Personen mit sensibler Haut kann der Kontakt Hautreizungen verursachen. Auch Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen, Fieber oder Atemwegserkrankungen sind möglich. Besondere Vorsicht gilt vor allem bei Kleinkindern. Auch Hunde sollten nicht ins Wasser gelassen werden. (SZ)

Der Beitrag wurde am 12. August 2021, 19 Uhr, aktualisiert und um die aktuelle Warnung des Gesundheitsamtes ergänzt.

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