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Mättig-Brot kommt zurück in die Regale

Mit drei Projekten will die Mättig-Stiftung in diesem Jahr an den Bautzener Stifter erinnern. Bei einem davon kann jeder mit Genuss Gutes tun.

Von Bäckermeister Stefan Richter aus Kubschütz kommt das Rezept des Mättig-Brotes. Das soll es nun mit einer neuen Banderole wieder im Brot-Regal geben.
Von Bäckermeister Stefan Richter aus Kubschütz kommt das Rezept des Mättig-Brotes. Das soll es nun mit einer neuen Banderole wieder im Brot-Regal geben. © Steffen Unger

Bautzen. Im September jährt sich der Geburtstag des Bautzener Stifters und Mediziners Gregorius Mättig zum 436. Mal. Aus diesem Anlass will die Mättig-Stiftung einmal mehr zum Engagement für die Oberlausitz und ihre Zukunft einladen und dabei eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit schlagen - mit Brot, Gesang und Vernetzung.

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So soll an eine alte Bautzener Chor-Tradition angeknüpft werden. „Im 18. Jahrhundert hat der evangelische Knabenchor, der Chor der Mättigianer, am Geburtshaus Gregorius Mättigs in der Schülerstraße/Ecke Wendische Straße gesungen", sagt der Stiftungsratsvorsitzende Dr. Uwe Koch. Damit sollte die Unterstützung des Stifters für junge Menschen gewürdigt werden. Diesen Brauch will die Stiftung nun am 25. September wieder aufleben lassen.

Chorgesang vor dem Geburtshaus

Unter der Leitung des evangelischen Kirchenmusikdirektors Michael Vetter soll im Anschluss an die Domvesper Gesang vor dem Mättig-Haus erklingen. „Gerade in diesen Monaten der Pandemie vermitteln uns Musik und Gesang das Gefühl von Verbundenheit und stiften Hoffnung“, sagt Uwe Koch. „Mit dem Singen des Chores an einem solchen Ort kann eine schöne Tradition wiederbelebt werden und eine weitere Brücke zwischen Kirche und Stadtgesellschaft, zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen Mättig und Bürgerschaft oder letztlich zu jungen Menschen gebaut werden.“

Ein weiteres neues Projekt der Stiftung ist der Aufbau eines Netzwerks der Mättig-Stipendiaten. „Seit der Wiedereinführung des Mättig-Stipendiums 2009 gibt es inzwischen zwölf Stipendiaten", so Uwe Koch. In diesem Jahr wird zum Festgottesdienst am 26. September das 13. Stipendium verliehen.

Stipendiaten können sich vernetzen

Die Idee zu einer verstärkten Verbindung der Stipendiaten untereinander und mit der Stiftung habe es schon länger gegeben, sagt Friedrich Pollack vom Sorbischen Institut. Er selbst war 2012 Mättig-Stipendiat. „Ein solches Netzwerk wäre auch im Sinne des ursprünglichen Gedanken Mättigs, Gemeinschaft und Solidarität über das Stipendiat hinaus zu schaffen“, ist er überzeugt. Das erste Treffen soll ebenfalls im September stattfinden.

Ein großes Publikum will die Stiftung gemeinsam mit den Bäckereien der Region mit dem Mättig-Brot erreichen. Ab 2009 wurde dieses Brot mit Roggenschrot, Leinsamen, Kürbiskerne und Walnüssen bei den Bäckern angeboten. „Pünktlich zum heutigen Tag des Brotes wollen wir der Initiative neuen Schwung geben“, sagte der Kubschützer Bäckermeister Stefan Richter, aus dessen Backstube das Rezept kommt, am Mittwoch. Nach über zehn Jahren soll das Brot nun mit einer neuen Banderole einen neuen Auftritt erhalten.

Brot-Verkauf unterstützt Bildungsprojekte

„Ich finde die Idee ,Gutes tun mit Genuss´ wunderbar und würde mich freuen, wenn wir das Mättig-Brot wieder in mehreren Bäckereien anbieten könnten“, sagte Stefan Richter. Sobald die neuen Banderolen da sind, werde das Brot wieder angeboten. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf fließt in den Bildungsfond der Stiftung. Damit wurden in der Vergangenheit beispielsweise Trainingsprogramme der Bautzener Abendoberschule und die Organisation von Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge unterstützt.

Zum Festgottesdienst am 26. September soll neben dem 13. Mättig-Stipendium auch die bereits 2020 an die Hermann-Reemtsma-Stiftung verliehene Mättig-Stiftermedaille an die Repräsentanten der Hamburger Stiftung feierlich übergeben werden. Das Mättig-Erinnern war aufgrund der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr nur in kleinem Rahmen gefeiert worden.

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