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Bautzen: Pegel fallen wieder

Nach dem starken Regen vom Mittwoch und steigenden Wasserständen in Spree und Schwarzer Elster gibt es nun Entwarnung.

In Bautzen ist die Spree am späten Mittwochnachmittag bis zur ersten Hochwasser-Alarmstufe gestiegen. Mittlerweile sind die Pegel fast überall wieder gesunken.
In Bautzen ist die Spree am späten Mittwochnachmittag bis zur ersten Hochwasser-Alarmstufe gestiegen. Mittlerweile sind die Pegel fast überall wieder gesunken. © SZ/Uwe Soeder

Donnerstag, 12 Uhr: Die Landeshochwasserzentrale Sachsen hat am Donnerstagvormittag eine Hochwasserentwarnung für Spree und Schwarze Elster herausgegeben. Die Pegel sind größtenteils wieder deutlich gefallen. 

Nur am Spree-Pegel Spreewitz bei Spreetal wurde am Donnerstagvormittag noch ein leicht steigender Pegel, allerdings unterhalb des Richtwertes der Alarmstufe 1, registriert. Nachdem in Bautzen der Pegel am Mittwochabend den Grenzwert zur ersten Alarmstufe überschritten hatte, wurde dort der Hochwasserscheitel um 20 Uhr erreicht, er lag da bei 2,06 Meter. Am Donnerstag, 10.30 Uhr, war er schon wieder auf 1,36 Meter gefallen.

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Die Schwarze Elster lag nur am Pegel Neuwiese am Donnerstagvormittag noch über dem Grenzwert zur Alarmstufe 1.

18.25 Uhr: An zwei Gewässern im Landkreis Bautzen ist jetzt die erste Hochwasser-Alarmstufe erreicht. Der Wasserstand der Spree in Bautzen stieg um 18.15 Uhr bis zum Grenzwert. Er liegt an dieser Stelle bei zwei Metern.

Am Hoyerswerdaer Schwarzwasser in Zescha wurde die kritische Höhe schon eine Stunde eher erreicht, als der Pegelstand über 130 Zentimeter stieg.

Der Wasserstand der Schwarzen Elster in Kamenz sinkt hingegen seit 13 Uhr kontinuierlich. Er liegt derzeit 15 Zentimeter unter dem Wert der ersten Alarmstufe. An der Spree in Schirgiswalde fällt der Pegel seit etwa 16 Uhr.

15.45 Uhr: Da der Regen etwas nachgelassen hat, hat sich die Hochwassergefahr im Landkreis Bautzen seit etwa 14 Uhr nicht weiter verschärft. Der Wasserstand der Schwarzen Elster an der Messestelle in Kamenz ist seit 14.15 Uhr nicht mehr gestiegen. Er liegt zurzeit bei 50 Zentimetern und damit zehn Zentimeter unter dem Wert für die Alarmstufe ein. An der Spree in Schirgiswalde fehlen gegenwärtig 13 Zentimeter zur Alarmstufe eins.

In Bautzen steigt der Spree-Pegel nach wie vor. Er liegt jetzt bei 186 Zentimetern; die erste Warnstufe beginnt bei 200 Zentimetern.

13 Uhr: Das Landeshochwasserzentrum Sachsen hat jetzt Hochwasserwarnungen für die Schwarze Elster, die Spree und die Lausitzer Neiße herausgegeben. Die Wasserstände sind stark angestiegen, und diese Tendenz hält weiter an. In einigen Bereichen wird in den nächsten Stunden mit dem deutlichen Überschreiten der Richtwerte der Alarmstufe 1 gerechnet. Vereinzelt könne auch der Richtwert der Alarmstufe 2 erreicht werden.

10.30 Uhr: Die Landeshochwasserzentrale Sachsen hat eine Hochwasserfrühwarnung herausgegeben. Diese betrifft die Oberläufe von Schwarzer Elster, Großer Röder und Pulsnitz, die Spree im Bergland und die Schwarze Elster im Tiefland. Überall sind die Wasserstände in den zurückliegenden Stunden aufgrund des anhaltenden Regens stark angestiegen.

In Sohland wurde in den vergangenen 24 Stunden eine Niederschlagsmenge von 43,60 Millimetern gemessen; in Kamenz von 41,10 Millimetern.  

In den Bereichen, für die die Hochwasserfrühwarnung gilt, wird von einer sehr hohen Gefährdung ausgegangen. Das bedeutet, dass mit der Überflutung von bebauten Gebieten in größerem Umfang zu rechnen ist und eventuell der Einsatz der Wasserwehr erforderlich wird.   

Die höchsten Wasserstände gibt es derzeit an der Schwarzen Elster in Kamenz und am Klosterwasser in Panschwitz - sie sind jeweils nur noch neun Zentimeter von der ersten Alarmstufe entfernt.  (SZ)

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