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Bautzen: Noch Grundstücke im neuen Wohngebiet frei

In Oberkaina ist Platz für elf neue Eigenheime. Was Bauherren dort beachten müssen - und was das Bauland kostet.

Bauberater Uwe Miska vermarktet das neue Wohngebiet in Oberkaina. Zwei Grundstücke sind schon verkauft, zwei weitere reserviert.
Bauberater Uwe Miska vermarktet das neue Wohngebiet in Oberkaina. Zwei Grundstücke sind schon verkauft, zwei weitere reserviert. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Noch führt die Straße ins Nichts: Gegenüber vom neuen Edeka-Markt in Oberkaina durchbrechen die regelmäßig verlegten Pflastersteine die eher karge Wiese, biegen sich zur Kurve. Immerhin: Einen Wendekreisel gibt es am Ende des Weges. Noch gilt Schonfrist für die frisch gebaute Straße – aber schon bald sollen hier Baufahrzeuge entlangfahren, später Fahrräder oder Autos – und Kinder sollen auf ihr spielen. Denn rund um die Straße entsteht ein neues Wohngebiet.

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Insgesamt elf Plätze für neue Eigenheime gibt es dort. „Wir hatten schon zahlreiche Anfragen“, berichtet Bauberater Uwe Miska. Er vermarktet das Areal, das der Firma Centurio Projekt KG gehört. Zwei Grundstücke seien bereits verkauft: „An Rückkehrer“, sagt Uwe Miska. Zwei weitere Flächen seien reserviert, sieben Grundstücke noch frei. „Die Übergabe der erschlossenen und vermessenen Baugrundstücke war erst im April, etwas später als geplant“, sagt Miska. Eigentlich sollte die Erschließung Ende letzten Jahres abgeschlossen sein, doch wegen des Wetters im Winter konnte der Zeitplan nicht eingehalten werden.

Grundstücke kosten 140 Euro pro Quadratmeter

Einige derjenigen, die angefragt hatten, hätten in der Zwischenzeit etwas anderes gefunden. Uwe Miska nimmt es gelassen: „Jetzt kommt sicher erst einmal eine Sommerflaute, aber wir haben keinen Zeitdruck“, sagt er. „Wir werden sicher nicht auf den Grundstücken sitzenbleiben“, ist er überzeugt.

Denn Bauland ist in Bautzen rar, das ist bekannt. So ist gerade erst in Oehna in der Nähe des Stausees ein Wohngebiet neu erschlossen worden; die Grundstücke sind bereits alle weg. Und auch die Stadt hat den Mangel erkannt – und will in Rattwitz ein neues Wohngebiet erschließen lassen.

Zurück nach Oberkaina: Uwe Miska arbeitet beim Bauen mit Partnern zusammen. Interessenten bekämen demnach für ihr Haus einen Festpreis angeboten. „Die Angebotspreise sind immer schon den aktuellen Baupreisen angepasst“, sagt er. „ Ich begleite die Bauherren vom Erstgespräch bis zum Bauantrag sowie zur Erarbeitung und zum Abschluss des Bauvertrages.“

Zur Bundesstraße entsteht eine Schallschutzwand

Die Grundstücke sind zwischen 630 und 1.100 Quadratmeter groß. Sie kosten 140 Euro pro Quadratmeter; dafür bekommen die Käuferinnen und Käufer ein voll erschlossenes Grundstück, berichtet Uwe Miska. „Dazu gehören Trinkwasser-, Strom- und Telekomanschluss sowie die Schmutz- und Regenwasserableitung“, erklärt er. „Die Kunden zahlen dann noch die Notarkosten und die Grunderwerbssteuer.“

Damit liegt der Preis für die Grundstücke im oberen Segment. Zum Vergleich: Die Bodenrichtwerte für das Jahr 2020 liegen je nach Lage zwischen etwa 20 und 133 Euro pro Quadratmeter Bauland. „Der Preis ist realistisch“, schätzt Uwe Miska dennoch die Lage für das Wohngebiet in Oberkaina ein. „Nicht preiswert, aber auch nicht überteuert.“ Erste Käufer hätten sich schließlich auch bereits gefunden.

Und: Neben der Straße und den Anschlüssen seien auch noch ein paar weitere Baumaßnahmen notwendig, die eingepreist werden müssten. So werden demnächst noch Straßenlaternen gesetzt. Und Handwerker werden anrücken, um eine Schallschutzwand zur B96 zu bauen. „Dann können die Anwohner später die Autos weder sehen noch hören“, sagt Miska. Etwa zwei Meter soll die Wand hoch sein. Wie sie genau aussehen wird, sei aber noch offen.

Häuser dürfen individuell gestaltet werden

Fest steht hingegen: Das neue Wohngebiet wird einmal anders aussehen als die umliegenden Wohngebiete. Dort stehen auf den Grundstücken Reihenhäuser, die sich optisch alle ähnlich sind. Das ist bei dem neuen Wohngebiet nicht zu erwarten.

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Zwar gibt es auch auf diesem Areal für die Häuslebauer ein paar Vorgaben. So dürfen zum Beispiel auf den Flächen keine Häuser im Bungalowstil gebaut werden, die Gebäude müssen zwei Geschosse haben. Und auch bei den Dachformen gibt es Einschränkungen. „Erlaubt sind nur Walm- und Satteldächer, keine Flachdächer“, sagt Uwe Miska. Die Hausgröße, die Optik an sich, die Dachfarbe – das alles hingegen könne individuell festgelegt werden. Und auch bei der Ausrichtung des Dachfirstes seien die Bauherren recht frei. „Bei möglichen Befreiungen von den Festsetzungen des B-Planes ist das Stadtplanungsamt recht großzügig, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt der Bauberater.

Wie es rund um die Straße also künftig einmal aussehen wird? „Das ist noch völlig offen“, sagt Uwe Miska. „Lassen wir uns überraschen.“

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