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Bautzen

Königswartha: Straßenbau wird teurer

Nicht kartierte Stromkabel, alte Kanäle und eine ungeplante Zufahrt erschweren die Sanierung der Straße ins Gewerbegebiet - und es drohen noch mehr Überraschungen.

Weil der Unterbau der Eutricher Straße angehoben werden muss, ist die Zufahrt in Königswarthas Gewerbegebiet jetzt voll gesperrt. Für die Anlieger gibt's eine Ersatzzufahrt.
Weil der Unterbau der Eutricher Straße angehoben werden muss, ist die Zufahrt in Königswarthas Gewerbegebiet jetzt voll gesperrt. Für die Anlieger gibt's eine Ersatzzufahrt. © SZ/Uwe Soeder

Königswartha. Es ist die größte Investition, über die Königswarthas Bürgermeister Swen Nowotny (CDU) während seiner bislang fünfjährigen Amtszeit zu beschließen hatte - und auch eine der unvorhersehbarsten. Denn die Sanierung der Eutricher Straße, mit der die Gemeinde im Herbst begann, birgt allerhand Überraschungen.

Für 650.000 Euro vergab die Gemeinde im Sommer dieses Jahres den Auftrag für die Sanierung der Zufahrt in Königswarthas Gewerbegebiet. Das befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik. Auf Überraschungen war Nowotny deshalb gefasst, als die Arbeiten begannen. Dass aber stromführende Kabel auftauchen würden, die niemandem zu gehören scheinen; dass alte Heizkanäle in der Straße gefunden werden und zu guter Letzt Fehler beim Breitbandausbau durch die Telekom die Baustelle für vier Wochen lahmlegen; damit hatte der Bürgermeister dann wohl doch nicht gerechnet.

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Ersatz-Zufahrt kostet zusätzlich

Und damit nicht genug. Der Aufbau der Straße muss von 70 auf 90 Zentimeter angehoben werden. Statt wie geplant unter halbseitiger Sperrung muss die Sanierung jetzt unter Vollsperrung stattfinden. Damit die Gewerbetreibenden dennoch zu ihren Unternehmen kommen, wird eine Ersatzzufahrt gebaut.

Seit DDR-Zeiten wurde die Eutricher Straße in Königswartha nicht mehr grundlegend erneuert. Das Ergebnis: Flicken und unebenes Pflaster.
Seit DDR-Zeiten wurde die Eutricher Straße in Königswartha nicht mehr grundlegend erneuert. Das Ergebnis: Flicken und unebenes Pflaster. © SZ/Uwe Soeder

All das kostet. Bis jetzt rund 100.000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt, das verkündete Swen Nowotny in der Sitzung des Königswarthaer Gemeinderates am vergangenen Donnerstag. Und setzt noch eins drauf: "Bei diesen Mehrkosten wird es nicht bleiben", ist er sich sicher. Denn das Gelände, das war schon vor Baubeginn klar, birgt Überraschungen. Angst macht das dem Bürgermeister bislang nicht, denn noch sind die Mehrkosten durch die Mittel, die zu 85 Prozent vom Freistaat kommen, gedeckt.

Dass nicht detaillierter geplant wurde, hält Nowotny daher auch jetzt nicht für einen Fehler: "Wir hätten dann fünf Jahre länger geplant. Stattdessen waren wir vorbereitet auf Zwischenfälle, haben einfach angefangen und damit auch ein Zeichen für die Gewerbetreibenden gesetzt."

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