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Die Schließung der Körse ist noch nicht vom Tisch

Die Meldung über die Wiedereröffnung des Hallenbades klingt verheißungsvoll nach Lösung. Die ist aber noch längst nicht herbeigeführt. Ein Kommentar.

Von Franziska Springer
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SZ-Reporterin Franziska Springer beobachtet die Diskussion um die Wiederöffnung der Körse-Therme seit Monaten und hat nur wenig Verständnis für den unvermittelten Vorstoß des Zweckverbandes.
SZ-Reporterin Franziska Springer beobachtet die Diskussion um die Wiederöffnung der Körse-Therme seit Monaten und hat nur wenig Verständnis für den unvermittelten Vorstoß des Zweckverbandes. © SZ/Uwe Soeder

Schirgiswalde-Kirschau. Die Nachricht kam überraschend: Nach monatelangem politischen Gerangel um die Finanzierung der defizitären Körse-Therme in Kirschau wird plötzlich deren Wiedereröffnung verkündet. Allzu schnell sollten Wasserratten jetzt aber nicht zur Badehose greifen. Denn anders, als die Meldung vermuten lässt, ist die für November angekündigte Wiederinbetriebnahme des Hallenbades noch längst nicht sicher.

Denn wiedereröffnet wird die Körse-Therme – hier hat sich der Zweckverband klar positioniert – nur, wenn der Landkreis den Unterhalt des Bades finanziert. Dabei stehen enorme Kosten ins Haus: ein mindestens fünfstelliger Betrag für die Wiederinbetriebnahme, etliche Millionen für die Sanierung technischer Anlagen und rund 400.000 Euro jährlicher Unterhalt. 

Es ist allein an den Kreisräten zu entscheiden, ob der Landkreis diese Verpflichtung eingehen will und kann. Der Termin dafür steht: Am 28. September schlägt die Stunde der Wahrheit für die Zukunft der Körse-Therme. Weshalb Landkreisverwaltung und Zweckverband diesem fixen Termin mit ihrem verfrüht erscheinenden Vorstoß vorgreifen, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt völlig unverständlich.

Die einzig logische Erklärung: Beide Akteure wollen bereits jetzt ein starkes Zeichen setzen. Ob das klug ist, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Ohne die Zustimmung des Kreistages geht es in der Causa Körse-Therme keinen Schritt voran.

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