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Landkreis Bautzen: Kröten, Frösche, Lurche wandern jetzt

Die ersten Amphibien sind unterwegs zu den Laichgewässern. Doch im Kreis Bautzen werden immer weniger Tiere gezählt. So kann man ihnen helfen.

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Im Landkreis Bautzen hat die Amphibienwanderung begonnen. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden sind die Tiere zu ihren Laichgewässern unterwegs.
Im Landkreis Bautzen hat die Amphibienwanderung begonnen. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden sind die Tiere zu ihren Laichgewässern unterwegs. © dpa

Bautzen. Rotbauchunke, Knoblauchkröte, Teichmolch – die ersten Amphibien wandern jetzt wieder von ihren Winterquartieren zu ihren Laichgewässern, um sich fortzupflanzen. Um die Tiere vor fahrenden Autos zu schützen, bauen die Naturschutzstationen und -vereine im Landkreis Bautzen zurzeit zahlreiche Amphibienzäune auf, informiert die Naturzentrale Neschwitz.

Die Amphibien wandern vor allem in den Morgen- und Abendstunden, besonders wenn die Temperaturen bei über acht Grad Celsius liegen und es regnet. "Dann sollten Autofahrer besonders auf die kleinen Tiere achtgeben, langsam fahren und wenn möglich, auf Fahrten auf betroffenen Strecken verzichten", sagt Cornelia Kobalz von der Naturzentrale.

An den Zäunen werden immer weniger Tiere entdeckt

In den vergangenen Jahren seien die Wanderaktivitäten der Amphibien stark zurückgegangen. 2018 seien an den insgesamt 36 Zäunen des Naturschutzzentrums Oberlausitzer Bergland mit Sitz in Neukirch/Lausitz und der Naturschutzstation Neschwitz noch mehr als 50.000 Amphibien gezählt worden. 2021 waren es nur noch 30.500 Amphibien. "Im letzten Jahr sind die Zahlen an den Zäunen weiter zurückgegangen. 2022 zählten die Naturschützer noch rund 21.400 Tiere", berichtet Cornelia Kobalz.

Die Gründe für den extremen Rückgang in den letzten Jahren seien die Trockenheit und schlechte Wanderbedingungen aufgrund der Witterung und des Straßenverkehrs.

Für Amphibienzäune werden Betreuer gesucht

Wer sich für die Tiere engagieren möchte, kann als Amphibienzaunbetreuer tätig werden. Dabei geht es zum einen darum, die Tiere, die in den Sammeleimern gelandet sind, über die Straße zu tragen. Zum anderen sind die Tiere genau zu erfassen, um die Population einschätzen zu können. Nur in Absprache mit den Zaunbetreuern sollten Tiere aus den Eimern entnommen werden.

Möglichkeiten der Amphibienzaunbegehung bieten sowohl die Naturschutzstation in Neschwitz als auch das Naturschutzzentrum Oberlausitzer Bergland Neukirch/Lausitz an. Wer Interesse daran hat, kann sich in der Naturzentrale des Landkreises Bautzen melden. (SZ)

Kontakt Naturzentrale: Telefon 035933 329640