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Bautzen: Spielzeit mit Shakespeare und Sherlock

Das Theater startet in die Saison - mit halb so vielen Plätzen und doppelter Spielfreude.

Halbierter Theatersaal - nach der Corona-Zwangspause freut sich der Bautzener Theaterintendant Lutz Hillmann wieder auf sein Publikum.
Halbierter Theatersaal - nach der Corona-Zwangspause freut sich der Bautzener Theaterintendant Lutz Hillmann wieder auf sein Publikum. © Steffen Unger

Bautzen. Der Vorhang hebt sich wieder: Nach der Corona-Zwangspause beginnt das Deutsch-Sorbische Volkstheater seine neue Spielzeit mit einem prallgefüllten Programm und einem halbierten Theatersaal. „Es geht wieder los. Die letzte Spielzeit war eine der schwierigsten an den Theatern in Bautzen, Deutschland und Europa. Jetzt sind wir froh, dass es uns erlaubt ist, auf kleiner Flamme wieder anzufangen. Theater braucht Publikum“, sagte Lutz Hillmann zum Spielzeitauftakt.

Den Spielreigen eröffnet mit der Puppentheater-Uraufführung „Hallo Nachbar“ für Erwachsene. Die Stückentwicklung der Heidelberger Autorin Ingeborg von Zadow in Zusammenarbeit mit dem Bautzener Puppentheaterchef Stephan Siegfried beschäftigt sich mit der Frage, wie wir miteinander leben können trotz unterschiedlichster Auffassungen und Sichten auf das Leben. Die Premiere ist am 11. und 12. September im Burgtheater zu erleben. Ihr folgen am Bautzener Theater 24 weitere Neuproduktionen im Schauspiel und Puppentheater.

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Sieben Premieren für Kinder

Das Publikum darf sich auf Komödien, Klassiker, Zeitgenössisches, Musikalisches und Inszenierungen für Kinder freuen. Als ein besonderes Theatererlebnis bezeichnet Oberspielleiter Stefan Wolfram das neue Ferdinand-von-Schirach-Stück „Gott“. Verhandelt wird darin das Für und Wider von Sterbehilfe. Das Publikum stimmt am Ende ab, wie es entscheiden würde. Premiere ist am 30. Oktober. „Gott“ erlebt erst in diesen Tagen seine Uraufführung in Berlin. Die Inszenierung „Der Sommernachtstraum“ von William Shakespeare wird in Kooperation mit dem Sorbischen National-Ensemble aufgeführt (Premiere 25. April 2021).

Im Advent erwartet die Kinder „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“, eine getanzte „Schneekönigin“ der Landesbühnen in Radebeul und die „Kleine Meerjungfrau“ im Puppentheater. Im sorbischen Theater sind sieben Premieren geplant. Die erste sorbische Premiere gibt es am 17. September mit „Abgehauen – Rüber – Geflohen“ beim Theaterfestival „Willkommen Anderswo 2020“. Unter dem Motto „Wider alle Grenzen“ sind Laientheatergruppen in der Stadt zu Gast. Der Bautzener Auftakt erzählt die Geschichte einer Flucht aus der DDR.

Auch das Bautzener Puppentheater sucht nach 60 Jahren immer wieder nach neuen Grenzen. Das Jubiläum wird mit acht Premieren gefeiert, die dass Puppenspiel in all seinen Facetten zeigt. Zur Geburtstagparty sind alle sächsischen Puppentheater vom 20. bis 22. Mai zum landesweiten Spartentreffen nach Bautzen eingeladen. „Wir wünschen uns, dass die Häuser uns ihre Aufführungen als Geburtstagsgeschenk mitbringen“, sagt Puppenspielleiter Stephan Siegfried.

Theatersommer wird nachgeholt

Eine Woche später folgt es eine weitere Puppen-Premiere: Beim Deutsch-Polnischen Open Air „Lalek“ (Puppe) sollen in der Stadt Bautzen viele verschiedene Orte mit Puppenspiel zum Leben erweckt werden. Als Höhepunkt ist eine Parade durch die Stadt geplant. Zu Ende geht das Bautzener Theaterjahr mit dem verlegten 25. Theatersommer. „Sherlock Holmes“ wird ab 24. Juni im Hof der Ortenburg Professor Moriarty das Handwerk legen.

Intendant Lutz Hillmann freut sich auf das Publikum. „Wir wollen wieder Theater spielen und sind froh, dass wir alle Genehmigungen bekommen haben“, sagt er. Der große Saal im Haupthaus ist zum Beispiel halbiert und bietet 216 Sitzplätze. Es wird nur jede zweite Reihe besetzt. Zudem ist man im permanenten Gespräch mit dem Gesundheitsamt über das Hygienekonzept. Die Karten können sowohl online als an der Theaterkasse erworben werden, damit es wieder heißt: Vorhang auf, das Spiel beginnt. 

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