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Sherlock Holmes ermittelt endlich auf der Ortenburg

Am Donnerstagabend war Premiere für den Bautzener Theatersommer - mit viel Musik, viel Bluff und einem genialen Ermittler-Duo. Sächsische.de zeigt die ersten Fotos.

Mit Scharfsinn überführt Sherlock Holmes (l.) Übeltäter und löst knifflige Kriminalfälle. Beim Bautzener Theatersommer spielt Richard Koppermann den Meisterdetektiv. Immer an seiner Seite ist Mirko Branktaschk als Dr. Watson.
Mit Scharfsinn überführt Sherlock Holmes (l.) Übeltäter und löst knifflige Kriminalfälle. Beim Bautzener Theatersommer spielt Richard Koppermann den Meisterdetektiv. Immer an seiner Seite ist Mirko Branktaschk als Dr. Watson. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Analyse von Sherlock Holmes sitzt: „Sie kommen gerade aus Ägypten, für sie lief es nicht optimal am Suezkanal und sie suchen eine Wohnung“, schleudert der Privatdetektiv seinem Gegenüber fast grußlos entgegen. Dr. Watson lässt die haarscharfe Beobachtung staunen, während Haushälterin Mrs. Hudson ihren neuen Untermieter erstmal einen Kaffee anbietet. Statt Milch findet sie allerdings ganz andere Dinge im Kühlschrank des „Exzentrikers mit viel Geist“. Nebenbei fliegt fast noch Holmes Labor in die Luft.

Mit der Inszenierung „Sherlock Holmes - Die Beatles-Bänder“ meldet sich das Bautzener Theater nach einem Jahr Pause zurück auf der Freiluftbühne im Hof der Ortenburg. Für das Publikum gibt es bei der 25. Auflage eine Reise ins London der 1960er-Jahre. Dr. John Watson, desillusioniert und verwundet zurück aus dem Suez-Krieg als Militärarzt, trifft auf den beratenden Detektiv Sherlock Holmes mit einem ungewöhnlichen Blick auf Menschen, einem Faible für besondere Fälle und für Gummibärchen. Und wie es schon der Titel verspricht, erklingt die richtige Musik zur Zeit.

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Bautzener Beatles-Coverband spielt 20 Titel

Die Bautzener Pilzköpfe unter der Leitung Tasso Schilles holen das Publikum gleich zu Beginn mit „Hello Goodbye“ ab. Insgesamt gibt es 20 Titel der ersten Boyband weltweit. Doch zurück in die Baker Street 221 B: Von dort aus beginnt das Kriminalisten-Duo aus Neurotiker und Realist die Ermittlungen um den Club der Rotthaarigen. Diese mysteriösen Herren bringen sie wiederum auf einen Bruch in Zusammenhang mit dem legendären letzten Konzert der Beatles. Dieses Rooftop-Concert fand am 30. Januar 1969 in London statt.

Auf der Bautzener Ortenburg-Bühne geht die Geschichte etwas anders zu Ende als im Original. Wenn da mal nicht Professor Moriarty, der ewige Bösewicht, mit seiner Bande seine Finger im Spiel hat? Aber ohne den mächtigen Gegenspieler wäre Sherlock Holmes vielleicht ja nur halb so genial.

Wer die Kriminalvorlage von Arthur Conan Doyle kennt, kann sich vorstellen, wie der neue Bautzener Fall zu Ende geht. Die Vorlage für die Produktion hat Intendant und Regisseur Lutz Hillmann geschrieben, in Anlehnung an das Original und an die BBC-Serie „Sherlock“.

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Beim Bautzener Theatersommer sind Richard Koppermann und Mirko Brankatschk ein Team. In der Realität trennen sich ihre Wege bald.

Allerdings wissen die Theatersommerbesucher auch, dass es bei den Freiluft-Inszenierungen nie an Oberlausitz-Kolorit fehlt. Und so dürfen die Zuschauer gespannt sein, wie das Superhirn und sein Begleiter Dr. Watson zwischen „Ob-La-Di“, „Penny Lane“ „Strawberry Fields“ und „With a little Help of my friends“ die Bösewichte von London unterm Sternenhimmel an der Spree zur Strecke bringen.

Das Bautzener Schauspiel-Ensemble kehrt mit der Premiere des Freiluft-Kriminal-Stücks nach langer Corona-Pause auf die Bühne und zum Publikum zurück. Sichtlich wohl fühlen sich Thomas Ziesch, Nick Schwarz, Jurij Schiemann und Istvan Kobjela (v. l.) als Beatles-Coverband auf ihrem Auftrittsort mit Aussicht.
Das Bautzener Schauspiel-Ensemble kehrt mit der Premiere des Freiluft-Kriminal-Stücks nach langer Corona-Pause auf die Bühne und zum Publikum zurück. Sichtlich wohl fühlen sich Thomas Ziesch, Nick Schwarz, Jurij Schiemann und Istvan Kobjela (v. l.) als Beatles-Coverband auf ihrem Auftrittsort mit Aussicht. © SZ/Uwe Soeder
Ohne Haushälterin und Vermieterin Mrs. Hudson könnte Sherlock Holmes einpacken. Sie hat eine Menge zu erdulden: explodierende Chemikalien, Ungewöhnliches im Kühlschrank und einen schießenden Holmes. Im Bautzener Freiluftstück pariert Gabriele Rothmann mit spitzer Zunge und Respekt ihrem klugen Untermieter.
Ohne Haushälterin und Vermieterin Mrs. Hudson könnte Sherlock Holmes einpacken. Sie hat eine Menge zu erdulden: explodierende Chemikalien, Ungewöhnliches im Kühlschrank und einen schießenden Holmes. Im Bautzener Freiluftstück pariert Gabriele Rothmann mit spitzer Zunge und Respekt ihrem klugen Untermieter. © SZ/Uwe Soeder
Der Club der Rothaarigen bringt Sherlock Holmes und Dr. Watson auf die Spur eines legendären Bruchs. Dabei fängt die Geschichte ganz harmlos mit einer Annonce an. Gesucht wird ein Rothaariger, der zwischen 8 und 12 Uhr alle Beiträge mit den Worten „rot“ und „Haare“ für 500 Pfund aus den täglich erscheinenden Zeitungen sucht. Erik Dolata fällt als Wilson auf die Gaunerei rein.
Der Club der Rothaarigen bringt Sherlock Holmes und Dr. Watson auf die Spur eines legendären Bruchs. Dabei fängt die Geschichte ganz harmlos mit einer Annonce an. Gesucht wird ein Rothaariger, der zwischen 8 und 12 Uhr alle Beiträge mit den Worten „rot“ und „Haare“ für 500 Pfund aus den täglich erscheinenden Zeitungen sucht. Erik Dolata fällt als Wilson auf die Gaunerei rein. © SZ/Uwe Soeder
Ohne Kommissar geht nichts, schließlich ist Sherlock Holmes Berater von Scotland Yard. Die Fälle löst das Superhirn zwar gern im Alleingang, bei der Überführung der Täter ruft er trotzdem gern die Polizei zur Hilfe. Im Bautzener Fall wollen sie Professor Moriarty das Handwerk legen, der über sich selbst sagt: „Ich tue böse Dinge, weil ich es kann.“ Den Bösewicht spielt Alexander Höchst - und wer Arthur Conan Doyle kennt, weiß: Moriarty und Holmes kommen nur kurz zueinander.
Ohne Kommissar geht nichts, schließlich ist Sherlock Holmes Berater von Scotland Yard. Die Fälle löst das Superhirn zwar gern im Alleingang, bei der Überführung der Täter ruft er trotzdem gern die Polizei zur Hilfe. Im Bautzener Fall wollen sie Professor Moriarty das Handwerk legen, der über sich selbst sagt: „Ich tue böse Dinge, weil ich es kann.“ Den Bösewicht spielt Alexander Höchst - und wer Arthur Conan Doyle kennt, weiß: Moriarty und Holmes kommen nur kurz zueinander. © SZ/Uwe Soeder
Die falschen Beatles machen richtige Musik. Die Band für die Hits der Pilzköpfe hat Tasso Schille arrangiert, mit vier Musikern sorgt er für den richtigen Sound auf der Freiluftbühne. Den Sologesang übernehmen Larissa Ruppert, Istvan Kobjela, Mirko Brankatschk, Richard Koppermann, Jurij Schiemann, und Thomas Ziesch. Im Background unterstützen Anna-Maria Brankatschk, Julia Klingner und Fiona Piekarek-Jung die Band.
Die falschen Beatles machen richtige Musik. Die Band für die Hits der Pilzköpfe hat Tasso Schille arrangiert, mit vier Musikern sorgt er für den richtigen Sound auf der Freiluftbühne. Den Sologesang übernehmen Larissa Ruppert, Istvan Kobjela, Mirko Brankatschk, Richard Koppermann, Jurij Schiemann, und Thomas Ziesch. Im Background unterstützen Anna-Maria Brankatschk, Julia Klingner und Fiona Piekarek-Jung die Band. © SZ/Uwe Soeder
Das Super-Gedächtnis: Dr. Watson diktiert alle Kriminalfälle in sein Aufnahmegerät, was seinem Partner Sherlock Holmes nicht immer gefällt. Das Bautzener Publikum darf sich freuen: Im kommenden Jahr ermitteln Holmes und Watson wieder auf der Ortenburg – „Hello Goodbye“ heißt es also.
Das Super-Gedächtnis: Dr. Watson diktiert alle Kriminalfälle in sein Aufnahmegerät, was seinem Partner Sherlock Holmes nicht immer gefällt. Das Bautzener Publikum darf sich freuen: Im kommenden Jahr ermitteln Holmes und Watson wieder auf der Ortenburg – „Hello Goodbye“ heißt es also. © SZ/Uwe Soeder
Ein bisschen Flowerpower und Groupie-Geschrei muss sein. Bei ihrem letzten legendären Auftritt der Beatles 1969 auf dem Dach der Plattenfirma kamen auch zahlreiche Fans, um ihren Idolen nochmal zuzujubeln. In der Bautzener Fassung folgt dem letzten Auftritt noch ein Super-Coup mit einem Super-Bluff.
Ein bisschen Flowerpower und Groupie-Geschrei muss sein. Bei ihrem letzten legendären Auftritt der Beatles 1969 auf dem Dach der Plattenfirma kamen auch zahlreiche Fans, um ihren Idolen nochmal zuzujubeln. In der Bautzener Fassung folgt dem letzten Auftritt noch ein Super-Coup mit einem Super-Bluff. © SZ/Uwe Soeder

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