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19 Anrufe von Betrügern an einem Tag

Kriminelle versuchen, mit Angst vor Corona an beträchtliche Summen zu kommen.

19 Fälle von versuchtem Telefonbetrug sind der Polizei am Donnerstag gemeldet worden.
19 Fälle von versuchtem Telefonbetrug sind der Polizei am Donnerstag gemeldet worden. © Symbolfoto: dpa

Bautzen/Görlitz. Mit Schockanrufen haben Kriminelle am Donnerstag in der Oberlausitz versucht, beträchtliche Summen zu ergaunern. 19 derartige Fälle sind der Polizei aus den Landkreisen Görlitz und Bauten gemeldet worden, teilt Anja Leuschner von der Pressestelle der Polizeidirektion Görlitz mit.

Im Fokus der mutmaßlichen Täter standen wiederholt vorwiegend ältere Menschen. Die Anrufer gingen nach einem bekannten Schema vor, bei dem außerdem mit den Ängsten vor Corona gespielt wird. So baten sie beispielsweise um eine Geldspritze von bis zu 75.000 Euro.

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Mit weinerlicher Stimme meldete sich zunächst ein Neffe, ein Sohn oder Enkel. Diese gaben an, im Sauerstoffzelt zu sitzen und schwer an Corona erkrankt zu sein. Dann übergab der vermeintliche Angehörige das Telefon an einen Arzt bzw. Professor. Dieser bestätigte dann den kritischen Zustand des Patienten und fügte hinzu, dass dieser in den nächsten Tagen sterben werde. Nur ein selbst finanziertes Medikament könne nun den Erkrankten retten. Die Summen von 50.000 Euro bis 75.000 Euro sollten die Angerufenen nach Breslau bringen oder überweisen. Auch eine Ratenzahlung baten die Betrüger an.

Eine wieder neue Masche dabei: Die Anrufer gaukeln vor, der Angehörige habe eine neue Telefonnummer. Die Senioren wiegen sich in Sicherheit und rufen nichts ahnend die neue Nummer an. Am anderen Ende der Leitung sitzt erneut ein Betrüger.

Die Polizei warnt eindringlich davor derartigen Anrufern Vertrauen zu schenken und sich auf Geldzahlungen einzulassen. „Nehmen Sie nur unter Ihren gespeicherten Rufnummern Kontakt zu Ihren Familienmitgliedern auf. Informieren Sie in jedem Fall die Polizei“, sagt Anja Leuschner.

Disco-Anlage aus Gartenhaus gestohlen

Bautzen. Auf einem Firmengelände in Oberkaina haben Unbekannte zwischen Sonntag und Donnerstag diverse Unterhaltungselektronik gestohlen. Die Einbrecher verschafften sich zunächst gewaltsam Zugang zum Gelände und dort zu einem nebenstehenden Gartenhaus. Daraus stahlen sie ein Mischpult, Lautsprecher, Turntables, einen Verstärker, Lichttechnik, einen Fernseher und einen Akkuschrauber im Gesamtwert von 3.000 Euro. Die Täter verursachten 100 Euro Schaden. Eine Streife des Polizeireviers Bautzen übernahm den Fall zunächst. Der zuständige Revierkriminaldienst wird die weiteren Ermittlungen führen

Sprinter gestohlen

Bischofswerda. Ein zwei Jahre alter Mercedes Sprinter ist in der Nacht zu Donnerstag das Ziel von Dieben in Bischofswerda gewesen. Der weiße Sprinter parkte auf einem Hof an der Hellmuth-Muntschick-Straße. Der Geschädigte schätzte den Zeitwert auf 28.000 Euro. Die Soko Kfz übernahm die Ermittlungen. Der Kleintransporter wurde international zur Fahndung ausgeschrieben. 

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