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Bautzen

Bautzen: Besucherrekord beim Altstadtfestival

Nach langer Corona-Pause konnte am vergangenen Wochenende in Bautzen wieder gefeiert werden. Und fürs nächste Jahr wird schon jetzt eine Neuheit geplant.

Gerlind Alius und ihre Enkeltochter Sara vom Budissiner Marktgesinde zeigten an einem Handwebbrett die Herstellung eines Tischbandes. Das Bautzener Altstadtfestival war in diesem Jahr ein voller Erfolg, erklärt der Tourismusverein.
Gerlind Alius und ihre Enkeltochter Sara vom Budissiner Marktgesinde zeigten an einem Handwebbrett die Herstellung eines Tischbandes. Das Bautzener Altstadtfestival war in diesem Jahr ein voller Erfolg, erklärt der Tourismusverein. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Feuershow, Schaufechten, Mitmach-Schmiede: Allerhand zu erleben gab es am Wochenende auf dem Bautzener Altstadtfestival. Nach der langen Corona-Pause konnte in der Stadt endlich wieder gefeiert werden, freut sich Dietmar Stange, der Chef des Bautzener Tourismusvereins. Der Verein hat das Fest organisiert – und blickt auch schon in die Zukunft.

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Es war Regen vorausgesagt, die Corona-Zahlen stiegen wieder an – das Altstadtfestival stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Wie zufrieden sind Sie mit dem Resultat, Herr Stange?

Das Festival war ein Erfolg in jederlei Hinsicht. Am Freitag standen wir aber bildlich gesprochen kurz vor der Depression, angesichts der Regenvorhersage. Pünktlich zum Beginn des Festivals klarte es dann auf. Und es kamen auch direkt zum Auftakt viele Leute vorbei. Auf dem Wendischen Kirchhof spielten Bands, in der Mönchskirchruine war Tanzprogramm. Der Regen war schnell vergessen.

Wie kamen Sie mit den Corona-Regeln klar?

Wir hatten sehr viele Vorbereitungen getroffen, für jede Eventualität. Wir hatten zum Beispiel Sicherheitspersonal organisiert, im Zweifel hätten wir Bereiche sperren können. Wir hatten aber Glück und mussten nur zählen, wie viele Leute gerade an einem Ort sind. Und es hat sich über alle drei Tage hinweg eigentlich gut verteilt, es gab keine Engstellen. Hätten wir spontan noch die Kontakte verfolgen müssen, wäre es wirklich kompliziert geworden.

Dietmar Stange, der Vorsitzende des Bautzener Tourismusvereins, ist zufrieden mit den Besucherzahlen des Altstadtfestivals in diesem Jahr.
Dietmar Stange, der Vorsitzende des Bautzener Tourismusvereins, ist zufrieden mit den Besucherzahlen des Altstadtfestivals in diesem Jahr. © SZ/Uwe Soeder

Wie viele Leute waren denn da?

Über die drei Tage verteilt, waren das ganz sicher über 10.000 Leute. Das waren somit definitiv mehr als in den Vorjahren. Beim letzten Mal hatten wir etwa 5.000 bis 6.000 Besucher. Wir freuen uns über die Zahl, auch die Hotels waren gut ausgebucht. Und auch die Stimmung auf dem Festival war freudig, schön und ausgelassen. Es war zu spüren, dass die Leute froh waren, mal wieder etwas zu erleben.

Wie geht es nächstes Jahr weiter mit dem Altstadtfestival?

Oh, wir haben viele Ideen. Im Kern ist uns wichtig, dass es ein kleinteiliges Fest bleibt. Dass die Altstadt schön inszeniert wird. Dass es künstlerisch bleibt, dass regionale Kräfte wie die Vereine im Fokus stehen. Ohne die wäre das ja auch alles gar nicht möglich gewesen.

Wenn alles klappt, soll es im nächsten Jahr eine große Neuheit geben. Wir wollen ein Highlight schaffen, das touristische Anziehungskraft hat und mit Wasser, Kunst und Licht zu tun hat. Das Ganze soll sich im Bereich der Friedensbrücke abspielen. In diesem Jahr war es nicht möglich, weil es dort sonst zu voll geworden wäre. Was die Idee genau ist, verraten wir aber noch nicht – da sollen sich die Leute überraschen lassen.

Fest steht: Ob das alles klappt, hängt am Ende auch von der finanziellen Lage ab. Die Bühnen, die verkehrsrechtliche Anordnung, die Gema – all das kostet. In diesem Jahr waren das etwa 45.000 Euro. Der Verein trägt den überwiegenden Teil davon selbst. In Zukunft müssen wir da nach Lösungen suchen, falls eine Weiterentwicklung seitens der Stadt auch gewünscht ist.

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