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Bautzen: Fairteiler muss wegen Corona schließen

Im Domizil der Lebensmittelretter ist es schwierig, die Hygiene-Auflagen einzuhalten. Ganz weg fällt das Angebot aber nicht.

Der Bautzener Fairteiler im ehemaligen Pförtnerhäuschen an der Post, um den sich unter anderem Christin Wegner kümmert - muss vorübergehend schließen.
Der Bautzener Fairteiler im ehemaligen Pförtnerhäuschen an der Post, um den sich unter anderem Christin Wegner kümmert - muss vorübergehend schließen. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Bautzener Lebensmittelretter müssen den Fairteiler an der alten Post ab Mittwoch vorübergehend schließen. Das teilt Christin Wegner mit, die sich bei dem sogenannten Foodsharing-Projekt engagiert.

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Der Grund dafür ist die mögliche Verschärfung des Lockdowns angesichts der Corona-Pandemie. „Wir haben zwar die Öffnungszeiten gekürzt und kontrolliert, dass immer nur eine Person in das Häuschen kommt“, sagt Christin Wegner, „aber draußen standen oft viele Leute an. Auch, weil die Tafel geschlossen war.“

Zwei neue Anlaufstellen für Lebensmittelausgabe

Beschlossen habe das der Verwalter der Post, die Agora Lausitz. „Wir haben Verständnis für die Entscheidung“, sagt Christin Wegner. Dennoch: Aufgeben will sie das Projekt nicht, bis das Häuschen hinter der Post wieder öffnen darf. Die Lebensmittelretter haben deshalb jetzt nach einem neuen Gebäude oder einer anderen Anlaufstelle für die Ausgabe der geretteten Lebensmittel gesucht – und sie gefunden.

Immer dienstags von 12.30 Uhr bis 14 Uhr werden die Ehrenamtlichen im Mehrgenerationenhaus im Gesundbrunnen Lebensmittel ausgeben. Donnerstags und sonntags verteilen sie gerettete Lebensmittel auf dem Steinhaus-Gelände.

Vermieter: Raum zu klein für Hygienemaßnahmen

„Wir haben eine Reihe von öffentlichen Einrichtungen und Mietparteien, die nur noch eingeschränkt arbeiten oder schließen mussten“, teilt Peter Stange von der Agora Lausitz mit. „Im Haus selbst sind harte Auflagen umzusetzen. Da das Objekt als Ganzes betrachtet werden muss, können wir beim Fairteiler keine Ausnahme machen.“ Vor allem, weil es in dem kleinen Raum kaum möglich sei, die notwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen.

Sobald es die Lage erlaube, können die Engagierten ihre Arbeit fortsetzen, so Stange. „Wir hoffen, so schnell wie möglich. Grundsätzlich unterstützen wir das Projekt und zollen den Ehrenamtlichen größten Respekt.“

Info: www.foodsharing-bautzen.de

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