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Bautzen: Felsen müssen gesichert werden

Unterhalb der Alten Wasserkunst und an weiteren Stellen wurde lockeres Gestein festgestellt. Vor allem an einer Stelle droht Gefahr.

Am Felsen an der Mühlstraße unterhalb der Michaeliskirche und der Alten Wasserkunst in Bautzen sind Sicherungsmaßnahmen geplant.
Am Felsen an der Mühlstraße unterhalb der Michaeliskirche und der Alten Wasserkunst in Bautzen sind Sicherungsmaßnahmen geplant. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Schon im vergangenen Jahr haben sich Arbeiter in Bautzen in luftige Höhen begeben. Sie schnitten den Felsen unterhalb der Alten Wasserkunst frei, entfernten Efeu und andere Pflanzen. An einer Stelle war das Wurzelwerk der Pflanzen so tief in eine Felsspalte eingedrungen, dass Gefahr bestand, Gesteinsbrocken könnten abstürzen. Zeitweise musste deshalb die Mühlstraße im Bereich der Alten Wasserkunst gesperrt werden: Sicherungsarbeiten an den Felsen standen auf dem Programm, Bohranker und Netze angebracht. Nun hat der Bauausschuss des Bautzener Stadtrates einstimmig noch einmal beschlossen, Felssicherungsarbeiten durchzuführen.

Warum sind die Felssicherungsarbeiten notwendig?

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Gestein droht abzustürzen. Es gebe mehrere gefährdete Grundstücke, heißt es in dem Baubeschluss. Das haben Untersuchungen aus dem Jahr 2017 ergeben. Die Gefahr besteht laut der Stadt, weil Pflanzen die Felsen im Laufe von Jahrzehnten angegriffen haben. Auch der stetige Wechsel von Frost und Tau setzt dem Gestein zu. Sträucher und Ranken wachsen in die Felsen ein, Risse entstehen. Kommt Feuchtigkeit in die Spalten, kann die bei Frost dafür sorgen, dass Gestein abplatzt.

Wo überall besteht Gefahr?

Die höchste Priorität haben die Felshänge links der Wasserkunst. Aber auch am Wendischen Kirchhof, an der Neuschen Promenade und am Humboldthain werden Sicherungsarbeiten nötig sein. Und auch unterhalb des Steinberges und in der Spreegasse werden in den kommenden Jahren Bauarbeiter anrücken müssen.

Wie sollen die Felsen gesichert werden?

Um die Felsen zu sichern, müssen einzelne Gesteinsbrocken abgetragen werden. Zudem sollen in Überhängen und in absturzgefährdeten Bereichen Felsnägel in das Gestein gebohrt werden. Bis zu vier Meter sind diese lang. Es sollen sowohl Spritzbetonschalen als auch Spritzbetonknaggen angebracht werden, also Betonflächen mit eingearbeiteten Pfählen. Bei den Bauarbeiten spielt auch der Denkmalschutz eine Rolle. Der Beton und die Nagelköpfe sollen dabei eine ähnliche Farbe haben wie die umliegenden Steine.

Wann beginnen die Bauarbeiten?

Die Sicherungsarbeiten werden rund 83.000 Euro kosten, schätzt die Stadtverwaltung. Dazu kommen Planungskosten. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Ab Baubeginn werden sie etwa sechs Wochen andauern. Einen Knackpunkt gibt es aber noch: Bevor die Stadt mit den Arbeiten beginnen kann, müssen noch Anweisungen aus einem Artenschutzgutachten umgesetzt werden.

Wo überall haben schon Sicherungsarbeiten stattgefunden?

Bereits in den vergangenen Jahren hat die Stadt Sicherungsarbeiten an den Felsen durchgeführt. Dabei sind Felsgrundstücke am Protschenberg, am Humboldthain und an der Spreegasse gesichert worden. 

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