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Bautzen: Halbzeit beim Stieberstraßen-Bau

Eine der meistbefahrenen Straßen der Stadt wird erneuert. Viel ist schon geschafft, doch die Arbeiten dauern noch drei Wochen.

400 Meter der Bautzener Stieberstraße bekommen einen neuen Asphaltbelag. Dazu ist die Straße halbseitig gesperrt.
400 Meter der Bautzener Stieberstraße bekommen einen neuen Asphaltbelag. Dazu ist die Straße halbseitig gesperrt. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Fast wäre der blaue VW Golf an der Einfahrt zum Parkplatz am Husarenhof in Bautzen vorbei gefahren. Aber in letzter Sekunde setzt der Fahrer noch den Blinker und biegt von der Stieberstraße zum Einkaufszentrum ab.

Wenig später steigt der Mann aus und wundert sich. "Als ich vor paar Tagen hier einkaufen wollte, war die Zufahrt noch gesperrt. Da musste ich dann praktisch mit der Kirche ums Dorf fahren, konnte nur über die Jordanstraße auf den Parkplatz. Na ja", sagt der Golf-Fahrer, der sich als Dirk Schönfeld vorstellt, "machen se nischt an der Straße, wird gemeckert. Und machen se was, ist es auch wieder nicht recht." Autofahrer müssten schon mal Verständnis haben. Der Mittvierziger schnappt sich seinen Einkaufskorb und verschwindet im Edeka-Markt.

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Strecke ist seit 2013 Teil des Stadtrings

Auf dem Gelände des Einkaufszentrums werden die Arbeiten an der Stieberstraße seit dem Baustart am 14. September aufmerksam beobachtet, schließlich kommen über diese Straße die meisten Kunden. 400 Meter der Bundesstraße erhalten eine neue Asphaltdecke.

Seit Fertigstellung der Westtangente im Dezember 2013 ist die Stieberstraße Teil der Bautzener Innenstadt-Umfahrung. Hier flutet der Verkehr zwischen dem Oberland, dem Bautzener Süden und der Autobahn-Auffahrt Bautzen-Ost. Tausende Lkws und Pkws pro Tag hinterlassen mit der Zeit ihre Spuren im Belag.

Weil es eine Bundesstraße ist, übernimmt der Bund die Baukosten von rund 230.000 Euro. Die Bauleute arbeiten in zwei Abschnitten, erklärt Franz Grossmann vom sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv): Erst ist die eine Fahrbahnhälfte dran, dann die andere. Die Straße ist also nie ganz gesperrt. Das heißt aber auch, dass eine Seite blockiert ist und der Verkehr nur auf der anderen rollen kann. Das ist seit Montag vergangener Woche die Fahrbahnhälfte, die zur Kreuzung mit der Dr.-Peter-Jordan-Straße führt.

Weniger Kunden im Einkaufszentrum

Seitdem ist die Stieber- eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Süden, und zwar zwischen den Kreuzungen mit der Martin-Hoop- und der Dr.-Peter-Jordan-Straße. Auf der rechten Straßenhälfte rollt der Verkehr, auf der linken sind die Baufahrzeuge unterwegs. Und damit blieb auch die Zufahrt von der Stieberstraße zum Einkaufszentrum Husarenhof bis Mitte dieser Woche gesperrt.

Die Folge: Auf dem großen Parkplatz vor den Geschäften standen zeitweise deutlich weniger Autos als sonst. Weniger Autos heißt weniger Kunden. "Das war so, wir haben das gemerkt", bestätigt ein Mitarbeiter aus dem Supermarkt. Aber jetzt füllt sich der Parkplatz wieder wie eh und je, seit die Straßenarbeiter in ihrer Absperrung eine Lücke zum Husarenhof öffneten. So, wie sie es auch tun, wenn ein Anwohner mit dem Auto von seinem Grundstück zur Straße oder zurück will.

Wieder freie Fahrt zur Tankstelle

Und auch an der Tankstelle am Husarenhof herrscht wieder mehr Betrieb, seit die Autos von der Stieberstraße aus direkt zu den Zapfsäulen fahren können. Nur ausfahren können sie noch nicht wieder direkt auf den Stadtring, dazu ist weiter der Umweg über die Jordanstraße nötig.

Doch das wird sich an diesem Wochenende ändern. Denn jetzt ist Halbzeit bei der Stieberstraßen-Sanierung. Ab Montag nimmt die Baufirma die rechte Fahrbahnhälfte in Angriff, und frei ist dafür die linke, die direkt am Einkaufszentrum mit der Tankstelle vorbei führt. Die Fahrt auf der dann fertigen Fahrbahnseite ist weiter nur in Richtung Süden möglich. In der Gegenrichtung bleibt es bei den Umleitungen, die seit dem 14. September gelten.

Eine andere Baustelle ist Geschichte

Lkws sollen von der Kreuzung Stieber-/Jordanstraße aus in Richtung Bahnhof fahren, dann die Taucherstraße nehmen und an deren Ende auf die Löbauer Straße abbiegen. Für Pkw-Fahrer hat das Lasuv eine Umleitung über die Schlachthof- und Löhrstraße ausgeschildert. Während hier der Verkehr ohne größere Probleme rollt, kommt es auf der Taucherstraße schon mal zu Staus, wenn mehrere Lkw-Fahrer nacheinander auf die vielbefahrene Löbauer Straße einbiegen wollen. Da auch Busse auf ihrem Weg vom oder zum Busbahnhof am August-Bebel-Platz die Taucherstraße nehmen, geht es hier mitunter eng zu. "Wir müssen schon manchmal ganz schön jonglieren", sagt ein Busfahrer.

Doch ein Ende ist in Sicht: Spätestens bis zum Ferienbeginn Mitte Oktober sollen die Bauarbeiter mit der Stieberstraße fertig sein, stellt der Lasuv-Sprecher in Aussicht. Was dann bleibt, sind 400 Meter neuer Asphalt und ein Ende von Sperrungen und Umleitungen auf dem Stadtring.

Denn eine weitere Baustelle ist seit diesem Donnerstag Geschichte: An der Einmündung der Dr.-Salvador-Allende-Straße auf die Paul-Neck-Straße haben die Energie- und Wasserwerke Bautzen (EWB) neue Rohre für Fernwärme verlegt. Wie eine EWB-Sprecherin am Donnerstagnachmittag erklärte, erfolgte gerade durch die Stadtverwaltung die Abnahme der Straßenoberfläche. Damit kann der Verkehr auch dort wieder ohne Einschränkungen rollen.

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